Die Fanbriefkampagne trägt Früchte

Unsere dreiteilige Fanbriefkampagne erfährt eine äußerst rege Resonanz und sorgt für den von uns gewünschten Diskussionsstoff.

So ungewöhnlich und in Ansätzen sicherlich provozierend wirkend unsere diesbezüglichen Veröffentlichungen waren,  sie haben zum Glück dafür gesorgt, dass wieder ein Dialog von allen Seiten, wenn auch noch in zögerlichen Anfängen, entsteht. Wenn wir alle begreifen, dass wir voneinander abhängig sind und wechselseitig partizipieren, wenn wir verinnerlichen, dass es den DSC Wanne Eickel nur mit Fans und Verantwortlichen geben kann, dann war unsere Fanbriefkampagne ein riesiger Erfolg. Wir wollen den offenen, direkten Dialog mit unseren Fans. Wir wollen ein Gemeinschaftsgefühl und ein gegenseitiges Verständnis. Wir wollen, dass alle das Gefühl haben gemeinsam in einem Boot zu sitzen um zusammen für unseren DSC Wanne Eickel einzustehen.

Keinem von uns hat die Entwicklung der Interaktion zwischen Fans und Vorstand gefallen. Genau so wenig gefällt einem von uns der derzeitige Tabellenplatz. In beidem gibt es Verbesserungs- und Nachholbedarf. Wir wollen beides angehen. Nicht allein sondern mit unseren Fans.

Wir möchten die Mail von Herrn Wolgang Inhoff sehr gerne veröffentlichen. Als Mutmacher, dass es durchaus möglich ist aufeinander zu zugehen und gemeinsam nicht nur die Tradition sondern auch die Zukunft unseres DSC hochzuhalten und zu gestalten.

DSC – Wir stehen für Wanne Eickel

Der Gesamtvorstand


Sehr geehrter Gesamtvorstand, sehr geehrte Angesprochene,

es ist an der Zeit, die Gesamtsituation des Vereins pragmatisch zu betrachten, Ursachenforschung zu betreiben, um nach der Analyse der Auswirkungen die für den DSC (lebens-) notwendigen Maßnahmen zwecks Optimierung der Vereinszukunft in die Wege zu leiten.

Mit triefender Ironie, ja fast schon Zynismus, im Brief des selbsternannten Pseudofans ist uns ebenso wenig gedient wie mit der offiziellen Stellungnahme des Vereins, welche sich im Anfangsteil aus vielleicht verständlichen, emotionalen Gründen auf den Stil des Pseudofans herablässt - Provokation gelungen!

Allerdings, lieber Herr Lange, und das muss ich lobend erwähnen, bieten Sie im Folgenden akzeptable Ansätze zu aktiven Mitgestaltungsmöglichkeiten des Vereinslebens an. Hier holt Sie oder holen Sie die Realität zurück.

Sie haben Recht, Herr Lange: was wir brauchen, ist aktive, offene und sachliche Kommunikation, um dann mit konstruktiver Kritik Vorschläge umzusetzen, die zu einer Kräftebündelung führen und ein DSC-Netzwerk schaffen sollen.

Dass akuter Handlungsbedarf besteht, dürfte sich selbst den Dümmsten nicht mehr verschließen: denn die Tabelle und die Zuschauerzahlen lügen nicht! Zudem hat die Reputation des Traditionsvereins gelitten, und wir sollten bestrebt sein, die treuen Sponsoren bei Laune zu halten oder deren Laune zurückzugewinnen. Und das wissen wohl auch alle Verantwortlichen.

Wenn man bei den Spielen "dem Volke richtig aufs Maul schaut", gelangt man zu einer phänomenalen Erkenntnis: selbst bei den ewig Nörgelnden und Unzufriedenen sieht man zumindest die Willensansätze zu positiven Veränderungen. Lasst uns diese bitte mit Leben erfüllen!

Der DSC hat Potential, das es durch die Bildung eines Netzwerkes zu optimieren gilt. Wir brauchen keine einzelnen Streitfälle, in denen sich zwei Parteien "die Meinung geigen", wir bedürfen auch keiner Gruppierungen, Abteilungen oder Bereiche, die "ihre eigene Suppe kochen" wollen. Fußball ist ein Teamsport, sowohl im wettkämpferisch sportlichen Bereich als auch in dem der oberen Leitung.

Zur Verwirklichung dieses DSC-Teamgedankens möchte ich, wenn auch eher als geplant, trotz meines momentan noch begrenzten Zeitpotentials beitragen. Meinen Mitgliedschaftsantrag erhalten Sie in Kürze separat. Von Ansehen bin ich bestimmt dem einen oder anderen bekannt, denn ich besuche seit ca. 10 Jahren die meisten DSC - Heim- und Auswärtsspiele. Aber, und das ist keine Drohung, wer mich noch nicht kennt, wird mich kennenlernen.

mit sportlichen und freundlichen Grüßen

Wolfgang Inhoff

Nachsatz: zum Artikel "Wie kann ich aktiv etwas im Verein verändern?" - den las  ich gerade erst nach Beendigung meiner Ausführungen - von Posten räumen soll nicht die Rede sein...wenn Ihr einen "Arsch in der Hose" habt und zum DSC steht, sollte das Euer letzter Gedanke (Ausweg?) sein...vor der Resignation sollte der strategische Versuch stehen, Euer Lebenswerk oder zumindest einen Teil davon zu erhalten...Leute wie Euch...Torsten Biermann, Willi Althoff, Manfred Lange, Werner und Lars Möller, Torsten Fäller...um nur einige zu nennen...wir brauchen Euch...

Bis bald!

Im Übrigen: Die Veröffentlichung meiner Wachrüttelnachricht auf Eurer Homepage mit Namensangabe ist erwünscht und genehmigt, so sie denn in voller Länge und unzensiert erfolgt! Aber bitte ohne Adresse und Telefonnummer!

Denn ich und Ihr und wir stehen zum DSC Wanne-Eickel! Oder?  - Bis bald