Fan schrieb ein Buch über seinen DSC Wanne-Eickel

 

DSC-Fanschals

Michael Pannhorst hat ein Fußball-Buch über seinen Heimatverein, den DSC Wanne-Eickel, geschrieben. „Der Sprung über den Mond" heißt sein Erstlingswerk.

Michael Pannhorst hat ein Buch über den Fußballverein geschrieben, der sein Leben prägte: den DSC Wanne-Eickel. Einblicke in ein Fanleben. Ja, es gab auch diese Zeiten in Wanne-Eickel! „Nach einer schier endlosen Wartezeit gab der Stadionsprecher plötzlich bekannt, Köln habe in Wolfsburg mit 4:1 gewonnen und wir seien daher nun Bundesligist.“ So schreibt es Michael Pannhorst in seinem Buch „Der Sprung über den Mond“. Dieser Fußball-Triumph ereignete sich 1978.

Der DSC Wanne-Eickel hatte im Heimspiel zuvor Göttingen bezwungen, und weil Köln den VfL Wolfsburg besiegte, den Aufstieg in die zweite Bundesliga geschafft. Die Wanne-Eickeler wussten dies auch zu feiern. Die Hauptstraße habe so ausgesehen, als ob soeben der Cranger Kirmesumzug stattgefunden hätte, so Pannhorst weiter in seinem Buch. Ein großes deutsches Sportmagazin, das der mittlerweile 54-jährige Pannhorst nicht näher benennen will, habe die Spieler des DSC für zu unerfahren gehalten um in der zweiten Bundesliga „wirklich ein ernstes Wort mitreden zu können“. 1980 stieg der Verein wieder ab, zunächst in die Oberliga und dann zwölf Jahre später in die Verbandsliga; 2005 dann der Aufstieg in die Westfalen-Liga.

Pannhorst schrieb drei Jahre lang an seinem Erstlingswerk

Stets an der Seite des Vereins und seiner Mannschaft als Fan und später auch ehrenamtlicher Funktionär: Michael Pannhorst. Mit seinem Erstlingswerk legt der selbsterklärte „Ur-Wanne-Eickler“ eine ganz persönliche Hommage an den DSC Wanne-Eickel vor. „Ich habe immer zum DSC hin gewollt. Da war der Vater schon“, erläutert Pannhorst im Gespräch.

Als Kind kickte er - damals noch beim Vorläufer des DSC, dem Turner Bund Eickel, später war er im Vereinsvorstand. „Als Kind habe ich ein bisschen gepöhlt. Das gewisse Talent hatte ich aber nicht“, gesteht Pannhorst. In seinem Buch beschreibt der „Ur-Wanne-Eickler“ es so: „Ich...habe..auch nur sehr wenige Pokale oder große Ehren mit meinem Spiel erworben. Aber gegeben habe ich immer alles.“

Der DSC Wanne-Eickel ist Familiensache

Die Fähigkeit zum Mitfiebern, zur Unterstützung seines Vereins - die hatte er tatsächlich zeitlebens: Seit seiner Jugendzeit ist er bei den Heimspielen dabei und reist dann auch zu Auswärtsspielen, setzt sich für seinen Heimatverein später auch ehrenamtlich ein.

Ohne seine Familie und seinen „besten Kumpel“ Wolfgang Quade wäre sein Werk, an dem er drei Jahre lang schrieb, nicht fertig geworden und auch nicht erschienen. „Mühselig war das Schreiben nicht. Ich habe immer gewartet, bis ich wieder Lust drauf hatte“, erklärt Pannhorst, der als Kommunalbeamter bei der Stadt Herne arbeitet. „Der Sprung über den Mond“ erschien im Selbstdruck. Pannhorst konnte von seinem Erstlingswerk bisher 200 Exemplare verkaufen.

Die Begeisterung für Fußball und den DSC - die hat er vom Vater. Eigene Kinder, die die Familientradition fortsetzen können, gibt es keine. Seine Nichten und Neffen haben kein ausgeprägtes Interesse am DSC. Die Hoffnung ruht auf dem Patenkind. „Mit drei Jahren ist dieses noch zu klein um sich zu äußern“, sagt Michael Pannhorst.

Buch: „Der Sprung über den Mond“

Die Einnahmen aus den Buchverkäufen und Lesungen spendet Michael Pannhorst an das Evangelische Kinderheim Herne. Kindern soll damit eine Mitgliedschaft im Sportverein ermöglicht werden.

Bestellt werden kann „Der Sprung über den Mond“ bei Michael Pannhorst über michael@mondspringer.de.
Die Mindestspende beträgt 10 Euro zzgl. Versandkosten.

Quelle: derwesten.de/Elena Boroda
Foto: Barbara Zabka
 

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