DSC II: Teamgeist war das große Plus


Nach der Hinrunde war es nur ein Punkt, am letzten Spieltag der Kreisliga B 2 standen dann 15 Punkte Vorsprung auf den Verfolger SV Wanne 11 II zu Buche Die Reserve des DSC Wanne-Eickel war über die gesamte Saison die konstanteste Mannschaft und steigt verdient in die Kreisliga A auf. WAZ-Mitarbeiter Matthias Schübel sprach mit DSC-Coach Sebastian Saitnerüber die abgelaufene Saison und die Pläne für die nächsten Jahre.

Schon am viertletzten Spieltag konnte Ihr Team den Aufstieg klarmachen. Was haben Sie direkt nach dem Abpfiff empfunden?

Saitner: Pure Freude. Endlich war es definitiv geschafft. Dass wir den Aufstieg ausgerechnet im Rückspiel gegen Wanne 11 II klarmachen konnten, war die absolute Krönung.

In den letzten beiden Jahren wurde der Aufstieg verpasst. Was machte Sie schon vor der Saison sicher, dass es dieses Jahr klappen wird?

Wir haben uns punktuell verstärkt und den guten Kader der letzten Jahre auf einigen Positionen ergänzt. Nachdem in der Vorbereitung alle richtig gut mitgezogen haben, waren wir uns sicher, dass wir oben mitspielen werden.

Nach der Hinrunde war es ein Dreikampf um den Aufstieg zwischen dem DSC, ESV Herne und der Reserve des SV Wanne 11. Wie haben Sie es geschafft, das Team in der langen Winterpause bei Laune zu halten?

Wir wussten von vornherein, dass es eine sehr lange Saison wird. Da wir als „Wintermeister“ in die Rückrunde starteten, wollten wir unbedingt gut ins neue Jahr kommen, um oben dabei zu bleiben. Von daher musste ich mein Team nicht wirklich bei Laune halten. Das haben sie schon gut selbst hinbekommen. Aber es stimmt schon, dass wir auf Grund der langen Platzsperren auch privat außerhalb des Platzes viele gemeinsame Sachen veranstaltet haben.

Was war für Sie der „Brustlöser“ dieser Saison? Wann war Ihnen klar, dass sich Ihr Team den Aufstieg nicht mehr nehmen lässt?

Nach dem unglücklichen Spiel gegen TSK Herne II, das wir mit 1:2 zuhause verloren, habe ich viel mit der Mannschaft gesprochen. Hier muss ich auch erstmals ein Kompliment an das ganze Team aussprechen, denn es ist mit dieser Situation hervorragend umgegangen. Nach dem 4:3-Heimsieg gegen EtuS Wanne, bei dem wir ein 1:3 aufholten und Marc Maiwald in der 93. Min den Siegtreffer erzielte, war uns bewusst, dass unsere Moral enorm groß war. Danach haben wir uns von dieser Euphorie tragen lassen und kein Team hat uns bis zum Schluss mehr besiegen können.

Wer gehört beim Personal zu den positiven Überraschungen?

Ich glaube nicht, dass man von der „einen“ positiven Überraschung sprechen kann. Das ganze Team hat sich toll weiterentwickelt und das umgesetzt, was wir als Trainerteam gefordert haben. Einfach ein großes Kompliment an unseren gesamten Kader für diese tolle Saison.

Wird sich die Aufstiegsmannschaft großartig verändern?

Großartig nicht. Wir haben vier Abgänge und bis jetzt viereinhalb Neuzugänge zu verzeichnen Verlassen werden uns Johann Ehrlich und Yannik Lohausen, die es zur SG Herne 70 zieht, Florian-Felix Kühmel geht zu Wanne 11und Stephan Stelter beendet seine Karriere. Verstärken werden uns Sascha und René Tayeran aus der A-Jugend von Phönix Bochum, Florian Hauke kommt vom VfB Günnigfeld und Sebastian Geppert vom SV Sodingen aus der Landesliga. Der halbe Neuzugang ist Marc-André Gruzlak, der leider letzte Saison aus beruflichen Gründen kaum ein Spiel für uns machen konnte.

Der Teamgeist war das große Plus der Mannschaft. Nun könnte es sein, dass der eine oder andere Aufstiegs-Held auf der Bank Platz nehmen muss. Wird es nun schwieriger, die Stimmung aufrecht zuerhalten?

Nein. Dafür kenne ich mein Team zu gut, dass es irgendwelche Probleme geben wird. Dieses Jahr war es auch schon der Fall, dass wir mit einem 17-Mann-Kader zu den Spielen fuhren. Leider konnten nur 14 spielen. Aber ich denke, dass wir immer zu allen fair waren und jeder seine Einsatzminuten bekommen hat. Das wird sich auch in der Kreisliga A nicht ändern.

Quelle: derwesten.de / Matthias Schübel