Herner Grundschülerinnen jagen dem Ball nach


Den Blick konzentriert auf den Ball gerichtet haben die Schülerinnen der Vellwigschule (gelbes Trikot) und der Freiherr-vom-Stein-Grundschule.

Der Vater zückt sein Handy und schießt ein Foto von seiner Tochter. Die Kleine steht in der Mondpalast-Arena, da wo sonst der Westfalenligist DSC Wanne-Eickel um Punkte kickt, auf Höhe der Mittellinie und lächelt stolz. Für viele der Grundschülerinnen ist es das erste Mal, dass sie Fußball spielen. Der Moment muss festgehalten werden. Es ist der Tag des Mädchenfußballs.

 

Lächelnd steckt ein anderes Mädchen einen verunglückten Schuss ihrer Gegenspielerin in den Bauch weg. Macht nichts. Sie rennt weiter. Der Spaß ist ihr anzusehen.

„Ich bin glücklich, wenn ich ein Tor geschossen habe“, erzählt die sechsjährige Asra. Dass sie an diesem Donnerstagmorgen noch kein Tor geschossen hat, spielt für das Mädchen keine Rolle. Freude am Fußballspielen hat sie trotzdem. Sie spielt für die Ohmschule. Genauso wie ihre Freundinnen Evla (7) und Jil (7). Auch für sie ist es dass erste Mal, dass sie auf einem so großen Feld hinter dem runden Leder hinterherlaufen. Ihre Gesichter strahlen.

Zu der Mädchenrunde gesellt sich Gianna, die glücklich ist, dass sie „endlich mitmachen darf“. Im vergangenen Jahr sei sie nicht gewählt worden, erzählt die Achtjährige. Gewählt heißt, von den Lehrern fürs Team nominiert worden zu sein. Jetzt ist sie dabei.

Gianna trägt als Torhüterin ein blaues Schalke-Trikot. „Eigentlich habe ich ein Deutschland-Trikot“, sagt die Zweitklässlerin. Darin sind ihre Freundinnen als Feldspielerinnen zu erkennen. Dass Gianna im Tor spielt, liegt nur daran, weil ihre Freundin, die sonst im Tor steht, „mal laufen möchte. Sie ist schnell.“

Wie ein grüner Teppich
Einige Mädchen rennen auf dem herrlichen Rasen, der wie ein grüner Teppich wirkt, mit Turnschuhen herum, andere in Fußballschuhen. Die meisten haben sich die Treter geliehen. Die Schuhe werden von den Eltern oder den Lehrern geschnürt. Und dann heißt es: Ab aufn Platz.

Quelle: derwesten.de/Rupert Joemann
Foto: Rainer Raffalski