Dawid Ginczek schießt den DSC Wanne-Eickel auf Platz zwei

Auch in diesem Luftduell behält Wannes Stephen Lorenzen gegen Marvin Piechottka die Oberhand.

Beim 3:1-Sieg des DSC Wanne-Eickel in Sinsen glänzt Torjäger Ginczek als Vorbereiter und Vollstrecker. Gäste haben Glück bei zwei gelben Karten.

TuS Sinsen 05 - DSC Wanne-Eickel 1:3 (0:2)

as DSC Wanne-Eickel hat eine weitere schwierige Hürde genommen, und Holger Flossbach darf am Mittwoch mit stolz geschwellter Brust auf den Wochenmarkt in Marl-Brassert gehen. „Wenn ich mir da Fischfrikadellen kaufe, kann ich der Expertenrunde der Rentner in die Augen sehen“, flachste der Wanner Trainer nach dem am Ende souveränen Sieg in Sinsen. Zu einer Kampfansage an Spitzenreiter Wiemelhausen, dem der DSC als neuer Tabellenzweiter bis auf drei Punkte auf die Pelle gerückt ist, ließ sich Flossbach aber nicht nötigen. „Die Saison ist ja noch jung, da spielt der Tabellenstand noch keine so große Rolle. Dass wir aber von 13 Spielen nur eines verloren haben, zeigt schon, dass wir auf einem guten Weg sind.“

In Sinsen hätte es durchaus die zweite Pleite geben können, räumte Flossbach ein. „Die ersten 20 Minuten waren nicht einfach. Da hatten wir keinen Zugriff und in zwei Szenen auch viel Glück.“ Dabei spielte er auf gelbe Karten gegen Besim Kasumi und Josse Gerick an. Kasumi ließ als letzter Mann Yannick Goecke auflaufen, der sich den Ball allerdings so weit vorgelegt hatte, dass er ihn nicht vor Keeper Sören Gerlach hätte erreichen können. Gerick traf Sinsens Fenu unglücklich und verletzte ihn, als er den Ball im Sprung annehmen wollte. „In einer ähnlichen Situation hat Julian Draxler im Wolfsburger Trikot mal rot gesehen“, erinnerte sich Flossbach. „Gelb war schon in Ordnung, aber wir hatten in beiden Fällen Glück, dass wir zu Elft weiterspielen konnten.“

Beide Szenen spielten sich um die 20. Minute ab, danach wurde es hektisch, der Spielfluss stockte. Bis Dawid Ginczek einen tollen Pass in die Schnittstelle adressierte. Sven Preissing umkurvte TuS-Keeper Jürgens, der holte ihn von den Beinen – und ließ sich von Mathias Tomaschewski beim fälligen Strafstoß verladen.

Nur fünf Minuten später hieß es bereits 0:2. Mit dem Rücken zum Tor nahm Ginczek ein Kasumi-Zuspiel mit der Brust an, ließ den Ball aufs Knie tropfen und krönte sein Kabinettstückchen mit einem unhaltbaren Drehschuss. „Ein Traumtor“, staunte Flossbach. „Damit war das Spiel eigentlich auch entschieden.“

Nach der Pause legte Ginczek sofort nach und überlupfte Jürgens zum 0:3. Danach stellte der TuS jeglichen Widerstand ein. Der DSC hatte Chancen ohne Ende, scheiterte aber am überragenden Keeper oder verbaselte sie in Slapstickmanier. In Gefahr geriet der Sieg aber auch nach Piechottkas Anschlusstor nicht.

Tore: 0:1 (35.) Tomaschewski (11m), 0:2 (40.) Ginczek, 0:3 (47.) Ginczek, 1:3 (61.).

DSC: 
Gerlach - Gerick, Melchner, Schlüter, Lorenzen - Tomaschewski (72. Liguda), Kasumi (70. Juskowiak) - Baf, S. Preissing, Rios (82. Wnuk) - Ginczek.

Zusammen für den DSC – Gemeinsam für Wanne-Eickel!

Quelle: waz.de/Wolfgang Volmer
Foto: Thomas Braucks