Cranger-Kirmes-Cup: DSC gewinnt die Elfmeter-Lotterie


Nach seinem Tor zum 1:1 nimmt Tugrul Aydin (Mitte) die Glückwünsche seiner Kameraden (v.l.) Seyhan Cetinkaya, Samed Sazoglu, Tino Westphal und Samed Basol entgegen.

SC Westfalia Herne - DSC Wanne-Eickel 4:5 n.E. (1:1)

In der Elfmeter-Lotterie zog der DSC Wanne-Eickel das große Los und darf nun am Samstag im Endspiel gegen die SpVg Erkenschwick um den 3000 Euro fetten Jackpot spielen.
Unter dem Strich war es am Donnerstagabend kein unverdienter Sieg des Westfalenligisten, der in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit bei drückender Überlegenheit und etlichen Chancen schon alles hätte klar machen können. Um so unverständlicher, dass die Stroetzel-Elf in der zweiten Hälfte völlig ihre Linie verlor, so dass der SC Westfalia hier Vorteile und auch einige gute Gelegenheiten besaß.

Insgesamt stand die Partie bei Backofen-Temperaturen aber auf eher mäßigem Niveau. Der SCW erwischte den besseren Start, und gleich der erste ernsthafte Angriff führte zum Erfolg. Mit dem Rücken zum Tor wurde Denis Omerbegovic am Fünfmeter-Raum angespielt, und obwohl er im Nacken Tino Westphals Atem spürte, drehte sich der Herner Stürmer blitzschnell und zog direkt ab. Westphal und Torhüter Scholka konnten dem Einschlag nur verdutzt zusehen.

Ebenso unvermittelt fiel in der 21. Minute der Ausgleich, als Tim Reimann bei Westphals langem Diagonalpass ein Stellungsfehler unterlief und ihm Tugrul Aydin im Rücken entwischte. Es war nicht die einzige Szene, in der Reimann auf der ungewohnten linken Seite große Probleme mit Aydin hatte. Einmal konnte Marcel Johns Schlimmeres verhindern (37.), dann konnte Semih Esen Aydins Hereingabe nicht verwerten (43.). In der letzten Minute der ersten Halbzeit hätte der DSC gleich dreimal treffen können. Doch Doric visierte erst die Latte an, dann wehrte Johns seinen Hammer zur Ecke ab, und schließlich verfehlte Helwig knapp das kurze Eck.

Nach Wiederanpfiff war es ein völlig anderes Spiel. „Wir haben überhaupt nicht mehr den Rhythmus gefunden“, wunderte sich auch DSC-Trainer Martin Stroetzel. Der SCW investierte mehr, erspielte sich optische Vorteile und kam auch zu Abschlüssen. Die beiden besten Chancen hatte Ozan Dogan, der zunächst die Latte traf (64.) und vier Minuten später aus drei Metern an Scholka scheiterte. „Den hätte er machen müssen“, meinte nicht nur Trainer Jörg Silberbach. Es hätte die Zuschauer allerdings um ein spannendes Elfmeterschießen gebracht.


Tore: 1:0 (4.) Omerbegovic, 1:1 (21.) Aydin.

11m-Schießen: 2:1 Planhof, 2:2 Aydin, 3:2 Torben Reimann, 3:3 Westphal, 4:3 Özbicerler, Johns hält gegen Cetinkaya, Wessendorf Lattenkreuz, 4:4 Esen, Scholka hält gegen Forin, 4:5 Tomaschewski.

DSC: Scholka - Basol, Westphal, Bazylin, Cetinkaya - Sazoglu, Tomaschewski - Aydin, Doric, Esen - Helwig (78. Kaya)

Quelle: derwesten.de / Wolfgang Volmer

Foto: Joachim Haenisch

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