Cranger-Kirmes-Cup: Elfmeter erspart Fehlstart



In einem verbissen geführten Derby trennten der DSC um Samed Basol (gelb) und die Elfer mit 2:2.

SV Wanne 11 - DSC Wanne-Eickel 2:2 (2:1)

Vorbereitung ist das eine, ein Wanner Derby etwas anderes. Beide Mannschaften gingen im Auftaktspiel des Kirmes-Cups richtig zur Sache und zwangen Schiedsrichter David Henning, rund zehnmal die gelbe Karte zu rücken. Zweimal sah sie allein Christian Pflüger, der in der letzten halben Stunde zuschauen musste und nach den neuen Regeln eine Woche lang gesperrt ist. Hätte er sich das überflüssige Foul an der Seitenlinie gegen Tim Helwig gespart, wäre vermutlich die erste Überraschung fällig gewesen. Denn zu diesem Zeitpunkt führten die Elfer mit 2:1, und der favorisierte Westfalenligist hatte größte Mühe, zu gefährlichen Abschlüssen zu kommen.

Dabei hatte der DSC einen Traumstart erwischt. Keine drei Minuten waren gespielt, da entwischte Tugrul Aydin auf der rechten Seite seinem Bewacher Marc Rudolf, passte von der Grundlinie flach vors Tor, wo Semih Esen nur noch den Fuß hinhalten musste.

Beflügelt von dieser schönen Kombination, blieb die Stroetzel-Elf zunächst am Drücker und ließ den Ball flüssig zirkulieren. Doch plötzlich war alles anders. Erst leistete sich Tino Westphal einen katastrophalen Querpass im eigenen Strafraum in den Fuß eines Elfers, der dem frei stehenden Benni Reis zum Ausgleich auflegte, zwei Minuten später nutzte Rene Renneberg einen weiteren haarsträubenden Fehler der DSC-Deckung und brachte die Elfer in Führung.

Es blieben nicht die einzigen Schnitzer im Abwehrzentrum des DSC, wo Ex-Profi Moussa Quattara arg behäbig agierte. Auch an der Abstimmung mit Westphal wird Martin Stroetzel noch mächtig feilen müssen. So konnte der DSC von Glück reden, nicht noch weitere Treffer zu kassieren, etwa durch den völlig frei stehenden Kruckow (44.). Allerdings lag auch einmal der Ausgleich in der Luft, als Sören Rittmeyer Helwigs Drehschuss mit tollem Reflex entschärfte (37.).

Die zweite Hälfte wurde verbissen und mit Tempo geführt, Chancen aber blieben Mangelware. Erst als Pflüger vom Platz musste, wurde der Druck des DSC stärker, zumal Quattara als Brechstange ins Zentrum rückte. Am Ende musste ein vom gefoulten Tugrul Aydin selbst verwandelter Elfmeter herhalten, um dem DSC den Fehlstart zu ersparen. „Wenn wir gewonnen hätten, wären wir als verdienter Sieger vom Platz gegangen“, meinte 11-Coach Roger Petzke.

Tore: 0:1 (3.) Esen, 1:1 (27.) Reis, 2:1 (29.) Renneberg, 2:2 (84.) Aydin (Foulelfmeter, Herbst an Aydin).

DSC: Scholka - Basol, Westphal, Quattara, Cetinkaya - Sazoglu - Aydin, Doric, Kühn (46. Oberc), Esen (70. Kaya) - Helwig (78. Tomaschewski).

Quelle: derwesten.de / Wolfgang Volmer
Foto: Manfred Sander

 Zusammen für den DSC – Gemeinsam für Wanne-Eickel!