Intensives Spiel bleibt ohne Tore


Kein Durchkommen gab es für (v.l.) Kenan Doric und Sven Jubt gegen die kompakte Dröscheder Abwehr.

Borussia Dröschede - DSC Wanne-Eickel 0:0

Zum lauten Jubilieren war Martin Stroetzel nach dem torlosen Remis im Kellerduell nicht zumute. Halbwegs zufrieden aber war er mit seinem Einstand auf der Wanner Trainerbank dennoch.

„Die Mannschaft hat den Abstiegskampf angenommen. Sie stand hinten sicher, hat nach vorne gepowert und neunzig Minuten Gas gegeben. Das war absolut okay“, sah Stroetzel wenig Grund zur Kritik. Was er zu bemängeln hatte, war das altbekannte Wanner Leiden: Der DSC nutzt einfach seine Torchancen nicht. Und so dürfte er noch ein Weilchen im Abstiegskampf verstrickt bleiben.

Chancen, einen richtigen Befreiungsschlag zu landen, boten sich den Gästen auf dem gut bespielbaren Iserlohner Kunstrasen zur Genüge. Vor allem in Hälfte eins ging es nur in Richtung des von Julian Schmahl gehüteten Dröscheder Tores. Tief gestaffelt, teilweise in einer Fünferkette, warteten die Borussen auf die Wanner Angriffswellen. Schon früh hätte Zouhair Allali den Beton aufbrechen können, doch Wannes kampfkräftiger „Sechser“ erwischte sieben Meter vor dem Tor Sven Jubts Kopfball-Ablage nicht voll und verfehlte sein Ziel. Wenig später versuchte es Kenan Doric aus der Distanz, aber Schmahl flog und fischte das Pfund aus dem Winkel.

Auch danach machten die Platzherren wenig Anstalten, aktiv am Spiel teilzunehmen. Hinten standen sie allerdings kompakt und in guter Ordnung. So rannte der DSC unentwegt an, ohne das Borussen-Bollwerk wirklich knacken zu können. Auch zwei, drei Möglichkeiten, nach Standards per Kopf zum Erfolg zu kommen, blieben ungenutzt. „Da fehlten zündende Ideen, um zum Beispiel durch Hinterlaufen in den Rücken der Abwehr zu kommen“, bemerkte Stroetzel.

Zweite Halbzeit ausgeglichen

Auch in der zweiten Hälfte sah er ein „lebendiges Spiel“, an dem nun auch die Gastgeber zunehmend Anteile hatten. Zweimal tauchten sie nach Kontern brandgefährlich vor André Lindenblatts Tor auf. Einmal konnte der DSC-Keeper reaktionsschnell abwehren, beim zweiten Mal hatte die Stroetzel-Elf Glück, dass der Ball knapp vorbeizischte.

Doch auch die Schwarz-Gelben spielten weiter auf Sieg und kamen zu Gelegenheiten. Ein weiterer Doric-Fernschuss strich knapp am Winkel vorbei, und auch Allali hatte das goldene Tor noch einmal auf dem Kopf. Die Dröscheder Kiste aber war wie vernagelt.

Und so kam, was kommen musste. In allerletzter Minute tauchte Edin Terzic, einst beim SC Westfalia als „Einmann-Sturm“ unterwegs, frei vor Lindenblatt auf, setzte den Ball aber knapp am langen Eck vorbei. „Das hätte noch gefehlt, das wäre das Highlight gewesen. Aber so ist Fußball nunmal“, war Stroetzel froh, dass ihm Terzic den Einstand nicht völlig vermasselte.

DSC Wanne-EickelLindenblatt - Hodzic, Schmidt, Bazylin, Cetinkaya - Aydin (78. Dzinic), Allali, Kaya, Doric - Jubt (67. Oberc), Helwig.

Quelle: Der Westen / Wolfgang Volmer
Foto:  Josef Wronski

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