Willkommen im Abstiegskampf

DSC Wanne-Eickel - FC Brünninghausen 0:4 (0:3)

Der DSC Wanne-Eickel verlor die vorgezogene Partie gegen den Tabellenführer FC Brünninghausen deutlich mit 0:4. Damit stehen die Schwarz-Gelben weiter mit nur drei Punkten ganz unten in der Tabelle.

 

Sollten die DSC-Fußballer bislang nicht gewusst haben, was sie von einer Spitzenmannschaft der Westfalenliga unterscheidet – seit Mittwoch Nachmittag wissen sie es. Beim deprimierenden 0:4 gegen Spitzenreiter FC Brünninghausen wurden ihnen schonungslos ihre derzeitigen Grenzen aufgezeigt. Jetzt ist es höchste Zeit, die Trauerarbeit ob der aberkannten sechs Punkte zu beenden und sich dem Abstiegskampf zu stellen. Selbstmitleid ist dabei wenig hilfreich.

Die gestrige, auch in der Höhe verdiente Schlappe hat sich die Wielert-Elf ganz allein selbst zuzuschreiben. Wenn überhaupt, dann konnte sie 20 Minuten lang mithalten. Allerdings hatten die Gäste auch in dieser Phase spielerische und läuferische Vorteile. Während sich beim DSC der ballführende Spieler oft wie die ärmste Sau fühlen musste, hatten die Dortmunder meist mehrere Anspielstationen. Besonders ihr Mittelfeldmotor Büth lief auf Hochtouren und war von der neu formierten Wanner Doppel-Sechs mit Aldin Hodzic und Tugrul Aydin nie abzuwürgen.

Die ersten Gäste-Chancen richteten noch keinen Schaden an: Andy Kluy verpasste um Haaresbreite eine Flanke (5.), Greigs abgefälschter Schuss hoppelte neben das Tor (9.), und Boutagrat konnte zwei Maßflanken des ansonsten blassen Sven Barton nicht verwerten. Auch der DSC tauchte zwei-, dreimal gefährlich im Sechzehner auf, ohne Gäste-Keeper Piontek auf die Probe stellen zu können.

In der 27. Minute nahm das Schicksal seinen Lauf: Weil die Absicherung im Abwehrzentrum fehlte, konnte Boutagrat Hakki Kayas Abspielfehler ungestört zum 0:1 nutzen. Auch beim 0:2 wenig später sah Wannes Innenverteidigung nicht gut aus. Und damit war das Preisschießen endgültig eröffnet. Wenn nicht Andre Lindenblatt zweimal glänzend pariert hätte, die Platzherren hätten einen 0:4-Rucksack mit in die Pause geschleppt.

„Sobald wir ein Gegentor kriegen, hören wir auf, Fußball zu spielen“, stöhnte auch Jürgen Wielert, der noch Minuten nach dem Abpfiff einsam und in sich versunken auf der Bank hockte. „Die ersten 20 Minuten haben wir doch stark gespielt.“ Was der DSC-Coach in der zweiten Halbzeit von seinem Team zu sehen bekam, dürfte ihm überhaupt nicht gefallen haben. Zwar hatte der DSC zeitweise Feldvorteile, das Spiel nach vorn aber war ideenlos und bar jeder Durchschlagskraft. Und dann legten sich die Wanner noch zwei Eier ins eigene Nest: Beim 0:3 erstarrte Bazylin vor Schreck über Jan Schmidts Katastrophenpass zur Salzsäule, beim 0:4 klebte Torwart Lindenblatt, Wannes Bester, auf der Linie.

Aufbäumen sieht anders aus.

 

DSC Wanne-Eickel:  Lindenblatt - Kaya (48. Dzinic), Schmidt, Westphal (63. Bazylin), Oberc - Aydin,Hodzic - Viran, Esen (75. Carkci) - Jubt, Doric

Tore: 0:1 (27.), 0:2 (33.), 0:3 (65.), 0:4 (87.).

Quelle: Der Westen / Wolfgang Volmer
Foto: Michael Korte

Zusammen für den DSC – Gemeinsam für Wanne-Eickel!