Der DSC verbaselt es selber


Die Konkurrenz spielte am Sonntag für den DSC Wanne-Eickel, der gab aber die Aufstiegsrelegation durch eine 0:1-Heimniederlage gegen SF Oestrich selbst aus der Hand.

DSC Wanne-Eickel - SF Oestrich-Iserlohn 0:1 (0:0)

Trauer, Wut, Enttäuschung – zwischen diesen Emotionen pendelte gestern um 16.50 Uhr die Gefühlslage bei Trainern, Spielern und Funktionären des DSC Wanne-Eickel. Nach fünfminütiger Nachspielzeit hatte Schiedsrichter Heiko Schneider die Partie in der Mondpalastarena abgepfiffen, und den Schwarz-Gelben wurde schnell klar, dass sie sich soeben das in die Relegation führende Hintertürchen durch die Niederlage gegen den Absteiger aus Oestrich selbst zugeschlagen hatten.

 Zu viele Unentschieden

Da hatte doch tatsächlich Werdohl, ein weiterer Absteiger, mitgespielt und dem Wanner Konkurrenten aus Hordel beim 1:1 zwei Punkte vorenthalten. Und da Wickede sich gegen Dortmund gar eine 3:4-Heimniederlage leistete, wäre der DSC mit einem eigenen Erfolg vom achten auf den sechsten Platz und damit in die Aufstiegsrelegation gestiegen.

„Da spielen die anderen für uns, und wir kriegen das hier nicht gebacken. Das macht die Sache natürlich doppelt bitter“, sagte DSC-Trainer Jürgen Wielert im ersten Moment, um dann aber gleich sachlich zu analysieren: „Man muss aber die gesamte Saison sehen, und da sind 13 Unentschieden einfach zu viel. Wir haben unser Ziel ganz klar verfehlt.“

Das galt auch für die gestrige Partie gegen den Tabellenvorletzten, der den Wannern mit seiner einzigen echten Torchance nach einem Konter in der 53. Minute durch den Kopfball von Mustafa Akdeniz den entscheidenden Genickschlag versetzte.

Dabei hätte der DSC schon zur Pause nach einem halben Dutzend Hochkaräter durch Aydin, Dosedal, Jubt und Allali deutlich führen können. Auch vor dem Führungstreffer der Gäste hätten erneut Dosedal und Franken dem Spiel eine andere Wende geben können. Nach dem Rückstand aber brachten die Schwarz-Gelben nicht mehr viel Gescheites zustande. Je weiter die Uhr runtertickte, desto hektischer und ideenloser wurden die Offensivaktionen des DSC. Und als Schiedsrichter Schneider nach fünfminütiger Nachspielzeit abpfiff, herrschten nur noch Trauer, Wut und Enttäuschung.

Tor: 0:1 (53.) Akdeniz.

DSC: Ritz - Franken, Schmidt, Bazylin, Cavus (61. Dzinic) - Aydin, Allali, Talarek (71. Krawietz), Schulz - Dosedal, Jubt.

Foto: Thomas Schild / WAZ FotoPool
Quelle: Uwe Ross / derwesten.de


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