Leider wieder nur ein Teilerfolg

Unser Fanbeauftragter Tim Hörder fungiert ab sofort in Doppelfunktion für unseren DSC. Seit heute ist er auch „die Stimme“ unserer Mondpalastarena, unser neuer Stadionsprecher.

Soviel vorweg: Er hat seine Feuertaufe mit Bravour gemeistert. Mannschaft, Trainer und alle Verantwortlichen unseres DSC hätten ihm seine Premiere sehr gerne mit einem Sieg versüßt. Dass es dazu nicht kam, lag an zwei grundverschiedenen Halbzeiten.


In der ersten Halbzeit zeigte unsere Mannschaft eine ansprechende Leistung. Sie ließ den DJK TuS Hordel gar nicht erst ins Spiel kommen, sondern beschäftigte die Defensive der Gäste mit einem variabel aufgezogenen Angriffsspiel. Vor allem Tim Franken und Safet Dzinic brachten immer wieder Gefahr über den rechten Flügel und kamen über gekonntes Flachpassspiel oft in den Rücken der Hordeler Abwehr. So entstand auch, die zu diesem Zeitpunkt völlig verdiente, 1:0 Führung. Safet Dzinic setzte sich über die rechte Außenbahn durch und passte den Ball in den Sechzehner zu Sven Jubt, der in gekonnter Goalgettermanier  diesen herrlichen Angriff vollendete. Auch danach spielte eigentlich nur unser DSC, dem  man als einzigen Kritikpunkt die mangelnde Chancenauswertung mit auf den Weg in die Halbzeitkabine geben musste.

In der zweiten Halbzeit kam die Mannschaft von Gästetrainer Frank Wagener dann immer besser ins Spiel, während sich unser Team das Heft immer mehr aus der Hand nehmen ließ und nicht mehr die Dominanz und die spielerische Qualität der ersten Halbzeit darbieten konnte. So kam es, wie es viele DSC Anhänger mit zunehmender Spieldauer befürchtet hatten: In der 75. Minute glichen die Gäste, auf Grund der zweiten Halbzeit verdientermaßen, durch Nikolai Nehlson zum 1:1 aus. Danach ergab sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Mannschaften noch ihre Torchancen hatten. Die größte Chance hatten in der Nachspielzeit die Gäste aus Hordel. Torschütze Nikolai Nehlson köpfte aus sechs Metern auf das Tor unseres Keepers Tobias Ritz, der den Ball per Glanztat gerade noch zur Ecke abwehren konnte.

Unser Trainer Jürgen Wielert war nach dem Abpfiff mit der Gesamtsituation unzufrieden: „Wenn man bedenkt, auf welchem Tabellenplatz wir die Mannschaft übernommen haben, kann man natürlich mit der jetzigen Situation zufrieden sein. Wenn man sieht, dass wir heute mit einer aus der Not geborenen Aufstellung gegen Hordel einen Punkt geholt haben, kann man auch zufrieden sein. Wenn man aber berücksichtigt, was unsere ursprünglichen Saisonziele waren und welchen Wahnsinnsaufwand der Verein und der Vorstand für deren Realisierung betrieben haben, dann ist der gesamte Saisonverlauf und auch der heute gewonnene Punkt unterm Strich einfach zu wenig. Bezüglich der Zielvorgabe Oberliga Westfalen schwimmen uns langsam aber sicher die Felle davon. Für mich ist an dieser Situation besonders die mangelnde Konstanz einiger Spieler unbefriedigend. An manchen Tagen, so wie heute, hängen sie sich voll rein. An anderen Tagen, wie zum Beispiel in Erkenschwick, lassen sie sich hängen und rufen ihre Leistung nicht einmal ansatzweise ab. Das ist eine Frage der Einstellung und des Charakters. Fußball ist ein Mannschaftssport, in dem man nur als Kollektiv glänzen und gewinnen kann. Diese fußballerische Selbstverständlichkeit haben einige Spieler offensichtlich nicht begriffen oder aber sie  sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt und sehen sich als Einzelspieler, anstatt ihr Können in die Dienste der Mannschaft zu stellen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf und wir werden mit Hochdruck daran arbeiten eine Mannschaft mit Teamplayern zusammenzustellen. Spieler, die Fußball nicht als Mannschaftssport verstehen haben bei uns nichts zu suchen.“

Foto: WAZ/Groß

DSC – Wir stehen für Wanne Eickel