2:1 - Mit toller Moral das Spiel gedreht

Endlich wieder ein Heimsieg unserer Mannschaft und die so wichtigen drei Punkte gegen den Abstieg eingefahren.

Es war kein Spiel für schwache Nerven, es war Abstiegskampf pur. Spielerischer Glanz war, wie erwartet, wenig zu sehen. Dafür aber zwei Mannschaften die den Kampf annahmen und eine torszenenreiche Partie boten.

Unser Team legte los wie die Feuerwehr und hatte bereits in den ersten sechs Minuten gleich drei Torchancen durch Safet Dzinic (1. Min.) und  Tugrul Aydin (3. u. 6. Min.). Bis zur 37. Minute dominierte unsere Elf die Partie und erspielte sich mehrere erstklassige Torchancen, inklusive eines Abseitstors von Kai Strohmann in der 30. Minute, ohne leider erfolgreich zu vollenden. Es kam, wie es so oft im Fußball kommt: Die eine Mannschaft ist drückend überlegen und versäumt ein Tor zu machen, während die andere Mannschaft aus heiterem Himmel in Führung geht. Genau das passierte in der 37. Minute, als Jonas Schmidt eine Freistoßhereingabe per Kopfball zur Gästeführung vollstreckte. Nur eine Minute später hätte Kai Strohmann bereits den Ausgleich erzielen können. Aus sechs Metern schoss er per Direktabnahme über das Gehäuse von Gästekeeper Andree Seidel. In der 39. Minute mussten dann nochmals alle DSC Anhänger kräftig durchatmen. Unser Torwart Tobias Ritz verhinderte mit einer Glanztat, als er einen Schuss aus kurzer Distanz von Denis Rödel zur Ecke lenkte, einen möglichen 0:2 Pausenrückstand.

In der zweiten Halbzeit ergaben sich erst einmal deutlich weniger Torszenen als in den ersten 45 Minuten. Die Gäste aus Langscheid/Enkhausen verteidigten aufopferungsvoll und unser Team fand nicht die spielerischen Mittel um das Bollwerk zu knacken. Dann bewies unser Trainer Jürgen Wielert ein äußerst glückliches Händchen bei seinen beiden ersten Einwechslungen. Zuerst erzielte, der  Sekunden zuvor ins Spiel gekommene, Sven Jubt, nachdem die gegnerische Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekam, in der 71. Minute den 1:1 Ausgleich. Ganze zwei Minuten später  spielte der Torschütze einen herrlichen Pass zum, in der 65. Minute eingewechselten, Ismael Viran, den dieser souverän zur vielumjubelten 2:1 Führung einschob. Danach machten die Gäste mehr Druck und drängten verzweifelt mit viel Kampf auf den Ausgleich. Unser Team, im Laufe der Partie immer frenetischer unterstützt  von den Zuschauerrängen, verteidigte fast nur noch und musste zudem die letzten zehn Minuten mit einem Spieler weniger auskommen, da Ismael Viran die Gelb Rote Karte gesehen hatte. In der Nachspielzeit war es dann erneut unser Torhüter und Kapitän Tobias Ritz, der mit einer Glanzparade ein Gegentor verhinderte. Einen Schuss von Denis Rödel aus neun Metern konnte er mit seinen Fingerspitzen gerade noch zur Ecke lenken und somit unserer Mannschaft die dringend benötigten drei Punkte sichern.

Unser Trainer Jürgen Wielert war nach dem Spiel sichtlich erleichtert: „Die Jungs haben alles richtig gemacht. Nur leider haben sie es in der ersten Halbzeit versäumt die Chancen zu nutzen um beruhigt in Führung zu gehen. Dass sie in der zweiten Halbzeit dieses Spiel noch gedreht haben, zeigt welch hervorragende Moral und wie viel Leben sowie positive Energie in dieser Mannschaft steckt.“

Ein paar bemerkenswerte Ereignisse belegen die immense Bedeutung, Brisanz und Anspannung dieser Partie:

Ismael Viran schaffte es, in gerade einmal 15 Minuten Spielzeit, ein Tor zu schießen, die Gelbe und kurz darauf die Gelb Rote Karte zu bekommen. Unsere gesamte Trainerriege wurde nacheinander von Schiedsrichter Holger Derbort auf die Tribüne geschickt. Co-Trainer Vehbija Hodzic ereilte dieses Schicksal in der 62. Minute. Torwarttrainer Uwe Bandermann folgte ihm in der 88. Minute, während Jürgen Wielert in der Nachspielzeit runtergeschickt wurde.

Abstiegskampf pur eben – mit dem heute glücklicheren Ende für uns.

Tore: 0:1 Schmidt (37. Min), 1:1 Jubt (71. Min), 2:1 Viran (73. Min)

DSC: Ritz-Strohmann-Behrendt-Dzinic (65. Min Viran)-Dosedal-Stemmer-Aydin (80. Min Schmidt)-Krawietz-Gökcek-Cakiroglu-Allali (70. Min Jubt)

DSC – Wir stehen für Wanne Eickel


Foto: WAZ Uwe Ross