DSC Wanne-Eickel beweist Moral und siegt mit 4:2



Zum Auftakt in die neue Saison gelingt dem DSC Wanne-Eickel nach 0:1-Rückstand und 2:2 ein 4:2-Erfolg gegen den FC Iserlohn.

DSC Wanne-Eickel : FC Iserlohn 4:2 (0:1).

Es dauerte noch eine ganze Weile nach Spielschluss, nach dem 4:2 (0:1)-Sieg des DSC Wanne-Eickel über den FC Iserlohn, bis sich die Dauergrinser in den gelben Trikots alle abgeklatscht hatten. An einem kam definitiv keiner vorbei: Josse Gerrick bekam von seinen Teamkollegen noch Gratulationen extra. Einen neuen Spitznamen gab’s obendrauf: „Ab heute heißt er nur noch ,Kühlschrank’“, sagte Stephen Lorenzen in Richtung Josse Gerrick.

Der hatte die Wanne-Eickeler wieder zurückgebracht, in Führung gebracht, in der 83. Minute. Neun Minuten vorher noch hatten die Iserlohner den 2:2-Ausgleich erzielt. Aber dann setzten die beiden DSC-Spieler Niklas Baf und Josse Gerrick um, was sich die Wanne-Eickeler schon lange vorher, nach ihrem Treffer zum 1:1, in der Jubeltraube geschworen hatten: „Wir hören nicht auf, Männer!“.
In der 83. Minute schaute Niklas Baf vor dem Iserlohner Sechzehner einmal kurz auf – und schickte den Ball durch die Iserlohner Abwehr, durch diesen Pass eine einzige Schnittstelle, zu Josse Gerrick. Eine schnelle Körpertäuschung, halbe Drehung, und Gerrick schoss überlegt ein zum 3:2.
Kühlschrank.
Iserlohns Abwehr war in diesem Moment komplett ausgehebelt. „Das wollte ich genauso“, sagte Gerrick nach dem Spiel. Und schob grinsend nach: „Das klappt nur leider nicht immer.“
Lob für die „überragende Moral
“Der Defensive auf der rechten Außenbahn lobte die „überragende Moral“ der Wanner Mannschaft. Trainer Holger Flossbach stimmte zu, und er ergänzte: „Wir sind immer geduldig geblieben“.
Die Iserlohner erwiesen sich mit ihrer Defensive als zäher Gegner, auf dem die Wanner in der ersten Halbzeit ohne Ertrag herumkauten. Die Versuche meist über Dawid Ginczek konnte die FC-Abwehr immer wieder blocken. Selten in der Offensive, dafür erfolgreicher, die Gäste. In der 21. Minute schoss Yannik Marks den Ball lang an den Wanner Sechzehner, wo sich Innenverteidiger Christian Melchner vergeblich streckte. Der Ball fiel wie mit der Drohne abgeliefert genau in den Lauf von Lukas Lenz, der zur Iserlohner Führung traf.

DSC Wanne-Eickel bleibt im Chancenplus

In der zweiten Halbzeit blieben die Wanner weiter im Chancenplus. Wobei auf der Gegenseite DSC-Keeper Sören Gerlach mit einem Reflex einen Schuss von Raphael Gräßer stark parieren musste. Nach einer Stunde aber lag der Ball für Mathias Tomaschewski zum Freistoß bereit, und seine Vorlage köpfte der aufgerückte Innenverteidiger Alexander Schlüter zum 1:1 ein. Das anschließende „Wir hören nicht auf, Männer!“, nahm dann erst mal in der 71. Minute Peter Rios wörtlich. Einen gerade verlorenen Ball erkämpfte er sich zurück und ließ sich auf dem Weg zum FC-Tor nicht mehr stoppen, schoss ein zur Wanner 2:1-Führung. Iserlohn gelang zwar drei Minuten später nach einer Ecke per Kopf der Ausgleich durch Philipp Herder, aber dann kombinierten und tricksten Baf und Gerrick die Gastgeber erneut in Führung. Einen Schuss von Timo Wnuk wehrte FC-Torhüter Daniel Dreesen kurz vor Schluss ab, in der Nachspielzeit allerdings brachte er den Wanner im Strafraum zu Fall.
Rote Karte gegen Dreesen, den Elfer verwandelte Mathias Tomaschewski (90.+4). Holger Flossbach stellte nach dem Spiel fest: „Alles gut“. Und fügte noch an: „Wenn wir jedes Spiel so angehen wie heute, dann können wir die erwartete Rolle spielen.“ Dann musste er los – seiner Spaßgesellschaft in Gelb-Schwarz hinterher.

0:1 (22.) Lenz, 1:1 (60.) Schlüter, 2:1 (71.) Rios, 2:2 (74.) Herder, 3:2 (82.) Gerrick, 4:2 (90.+4/FE) Tomaschewski. 

DSC: Gerlach; Gerrick (89. Nolte), Schlüter, Melchner, Lorenzen - Pilica (66. Wnuk), S. Preissing - Baf, Tomaschewski, Rios (83. Liguda) - Ginczek.

Zusammen für den DSC – Gemeinsam für Wanne-Eickel!

Quelle: waz.de/Stephan Falk
Foto: Barbara Zabka