Abwehrfehler kosten Wanne-Eickel die Herbstmeisterschaft

DSC Wanne-Eickel - FC Iserlohn 1:2 (0:0)

Erstmals mehr als ein Gegentor kassiert, zweite Heimniederlage in Folge, Herbstmeisterschaft verspielt – es war kein guter Sonntag für den DSC Wanne-Eickel. Aufgrund von personellen Ausfällen hatte Martin Stroetzel mit einer neuen Taktik überrascht.

DSC: Johns - Sommer, Nolte (65. Nour), Baum, Hahn - Melchner, Greitemann, Niedzicki - Tomaschewski - Resulaj, Jubt (82. Nikolay).

Erstmals mehr als ein Gegentor kassiert, zweite Heimniederlage in Folge, Herbstmeisterschaft verspielt – es war kein guter Sonntag für den DSC Wanne-Eickel, der dem FC Iserlohn mit 1:2 unterlag. „Wir konnten unsere Ausfälle nicht so leicht ersetzen“, erklärte DSC-Trainer Martin Stroetzel die Niederlage.

Ohne Tugrul Aydin (Gelb-Sperre) und Stephen Lorenzen (Rot-Sperre) war er zum Improvisieren gezwungen. Statt im 4-2-3-1 begann der DSC mit einer Mittelfeld-Raute. Christian Melchner spielte rechts, für ihn rückte Marius Nolte erstmals seit dem ersten Spieltag in die Abwehrkette. Markus Resulaj gab im Sturm neben Sven Jubt sein Startelfdebüt. Stroetzel: „Es war nicht einfach, da auch Alex Nour erst zur zweiten Halbzeit da war. Ich habe mich für eine defensivere Aufstellung entschieden, das haben wir auch ganz gut gemacht.“

Burgio trifft per Freistoß
Nach druckvollen Anfangsminuten des FC Iserlohn übernahm der DSC die Spielkontrolle, vor den Toren blieb es aber bis zur Halbzeit ruhig, da beide Teams erst ab der Mittellinie verteidigten. Echte Hochkaräter gab es nicht, Jubts Kopfball ging genau so daneben wie diverse Distanzschüsse. Iserlohns Trainer Christian Hampel: „Beide Mannschaften hatten viel Respekt.“

Kurz nach der Pause war das Defensivkonzept des DSC dahin. Vincenzo Burgio traf per Freistoß aus 18 Metern zum 1:0 – durch die Mauer. „Das Tor darf so nicht fallen“, schimpfte Martin Stroetzel, „die Mauer geht auseinander. Und das war nicht das erste Mal, wir lernen nicht aus unseren Fehlern.“ Dass Iserlohn nun noch weniger Interesse an einem offenen Schlagabtausch als zuvor hatte, war schnell klar, als sich FC-Keeper Dreesen kurz nach der Führung eine Ermahnung wegen Spielverzögerung einhandelte.

Wanne-Eickel wurde offensiver, Stroetzel brachte Nour für Nolte. Resulaj verpasste, seine gute Leistung mit dem Ausgleichstreffer zu krönen, seine Direktabnahme ging Zentimeter am Pfosten vorbei.

Statt dem Ausgleich fiel das 0:2, Burgio nutzte einen technischen Fehler von Michael Baum. Resulajs Anschlusstor brachte zwar noch etwas Spannung, war aber irrelevant, da die langen Bälle des DSC harmlos blieben, genau wie fast alle Standards von Mathias Tomaschewski.

Christian Hampel sah einen verdienten Sieg seiner Mannschaft: „Wir hatten mehr Spielstruktur.“ Stroetzel ärgerte sich: „Wir wollten zu null spielen. Mit mehr Entschlossenheit hätten wir vor der Pause in Führung gehen können, aber uns fehlte heute zu viel Qualität.“

Genau diese bewies Konkurrent TSV Marl-Hüls, der durch ein Tor von Christian Erwig kurz vor Schluss mit 2:1 gegen Hordel gewann und sich die Herbstmeisterschaft sicherte. Die Ligaspitze ist dicht beisammen, das Titelrennen ist ein Vierkampf, der schon am nächsten Wochenende wieder durchgewirbelt werden könnte: Marl-Hüls spielt gegen Iserlohn, Wanne-Eickel empfängt Erndtebrück II.

Quelle: derwesten.de/Philipp Ziser

Foto: Olaf Ziegler 

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