DSC muss sich in Geduld üben

Patryk Niedzicki (links) erzielte das 1:0 für den DSC Wanne-Eickel.

 

Nach Niedzickis Führung gegen defensive Gäste aus Langscheid/Enkhausen machen Jubt und Aydin mit späten Toren den 3:0-Erfolg des DSC Wanne-Eickel perfekt. 

 

DSC Wanne-Eickel - SuS Langscheid/Enkhausen 3:0 (1:0)

 

 

Tore: 1:0 (31.) Niedzicki, 2:0 (85.) Jubt, 3:0 (86.) Aydin.

 

DSC: Johns - Sommer (90. Nolte), Melchner, Baum, Hahn - Greitemann, Lorenzen (74. Jubt) - Niedzicki, Tomaschewski (90. Nikolay), Aydin - Nour.

 

Die erste Bewährungsprobe als Tabellenführer hat der DSC Wanne-Eickel bestanden. Der 3:0-Erfolg über Langscheid/Enkhausen wurde durch zwei späte Tore zwar erst in der Schlussphase zementiert, in ernste Gefahr gerieten die Schwarz-Gelben aber nie. Am Ende durfte sogar doppelt gejubelt werden, da der bisherige Tabellenzweite FC Iserlohn zuhause mit 1:2 dem SC Hassel unterlag. Auf Rang zwei rückte der TSV Marl-Hüls durch ein 4:1 über den Kirchhörder SC vor.

 

Dass die Aufgaben als Spitzenreiter, gerade gegen Mannschaften aus den unteren Regionen, nicht gerade leichter werden, mussten die Schwarz-Gelben bereits am Sonntag in der Mondpalast-Arena erfahren. Langscheid/Enkhausen war mit dem Ziel nach Wanne gekommen, sich hier nicht abschlachten zu lassen. Die Sauerländer mischten reichlich Beton an, verteidigten teilweise mit einer Vierer- und davor einer Fünferkette und suchten ihr Heil lediglich in gelegentlichen Kontern, die aber harmlos blieben. 

 

Auf der Linie geklärt

 

An der Spielweise der Gäste änderte auch der Führungstreffer des DSC nichts. Nach einer halben Stunde hatte Stephen Lorenzen das Mittelfeld mit dem Ball am Fuß im Sprint überbrückt und Patryk Niedzicki auf der linken Seite bedient, und der Youngster schlenzte den Ball mit viel Auge ins rechte obere Eck. Das verdiente 1:0, nachdem zuvor Alexander Nour (12.) eine scharfe Hereingabe von Sebastian Greitemann knapp verpasst hatte und Tugrul Aydin zweimal gescheitert war: Mit einem 22-Meter-Freistoß an Gästekeeper Steffen Winiarski (22.) und nach einer mit Mathias Tomaschewski kurz ausgeführten Ecke am Außenpfosten (26.).

 

Auch nach dem 1:0 hatte DSC weiterhin deutlich mehr Ballbesitz, aber die Gäste ließen sich nicht aus der Reserve locken. Ein zweiter Treffer hätte dem DSC gut getan, den verpasste aber Kapitän Tomaschewski, als er nach einem Nour-Zuspiel von der Grundlinie zu lange zögerte und sich den Ball noch vom Fuß spitzeln ließ (43.).

 

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte wirkten die Wanner nicht mehr ganz so dominant, jetzt durfte sogar Keeper Marcel John einmal eingreifen. Mit dem Freistoß von Filippo Vento aus 25 Metern hatte er aber keine Probleme (52.).

 

In der 65. Minute hätten die Platzherren dann aber alles klar machen können. Aber zunächst wehrte Steffen Winiarski den Schuss von Nour mit einer Glanzparade ab, und den Nachschuss von Tomaschewski klärte Dennis Rattelsberger vor der Torlinie.

 

 Jubt diesmal als Joker

 

Das Warten auf den erlösenden zweiten Treffer ging weiter. Bis zur 85. Minute, als Sven Jubt zuschlug. Der Doppeltorschütze der Vorwoche war diesmal als „Joker“ gekommen und erlöste sein Team nach einem langen Pass von Tomaschewski. Nur 60 Sekunden später, als Langscheid/Enkhausen jetzt alles nach vorne warf, legte Tugrul Aydin nach einem Konter das 3:0 nach.

 

„Wir haben nach einer recht guten ersten Hälfte ein bisschen den Faden verloren. Aber dann hat die Mannschaft gezeigt, dass sie Qualitäten hat“, sagte Trainer Martin Stroetzel nach dem Geduldsspiel des Spitzenreiters.

 

  

Quelle: derwesten.de/Uwe Ross
Foto: Joachim Haenisch

 

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