DSC stößt Marl-Hüls vom Tabellenthron

Seinen Torriecher hat Sven Jubt (2.v.r.) wieder gefunden. In Kirchhörde schnürte der DSC-Stoßstürmer ein Doppelpack.

Der DSC Wanne-Eickel hat den Tabellenthron der Westfalenliga erklommen. Während die Stroetzel-Elf ihre Aufgabe beim Kirchhörder SC mit 4:0 in souveräner Manier löste, strauchelte der bisherige Spitzenreiter TSV Marl-Hüls bei Westfalia Wickede.

Kirchhörder SC - DSC Wanne-Eickel 0:4 (0:2)

 

Tore: 0:1, 0:2 (5./24.) Tomaschewski, 0:3, 0:4 (61./67. Jubt.

DSC:
Johns - Sommer (50. Nikolay), Baum, Melchner, Hahn - Greitemann, Lorenzen (87. Nolte) -
Aydin (76. Resulaj), Tomaschewski, Niedzicki - Jubt.

Der DSC Wanne-Eickel bleibt als einziger Westfalenligist ungeschlagen und steht seit gestern da, wo ihn Trainer Martin Stroetzel sehen will, und sicher nicht nur er: an der Tabellenspitze. Mit einem souverän herausgespielten 4:0 beim Aufsteiger in Kirchhörde stießen die Schwarz-Gelben den bisherigen Spitzenreiter TSV Marl-Hüls vom Thron, der mit 1:3 in Wickede strauchelte.

„Es ist die logische Konsequenz dessen, was die Mannschaft Woche für Woche leistet, dass sie jetzt da oben steht“, lobte Stroetzel. „Fakt ist: Die Mannschaft hat eine Menge Potenzial und ist schwer zu schlagen. Jetzt ist sie noch mehr gefordert, weil jeder Gegner gegen den Tabellenführer alles gibt.“ Dass der DSC-Coach seiner Truppe absolut zutraut, auch mit diesem Druck umzugehen und ihn in Energie umzusetzen, schwingt in seinen Worten mit.

Im Stile eines Spitzenreiters
In Kirchhörde jedenfalls trat der DSC schon im Stile eines Spitzenreiters auf. Von Beginn an schlugen die Gäste den Vorwärtsgang ein und hatten bereits nach wenigen Sekunden eine erste Doppelchance, als ein Kopfball von Michael Baum noch so eben von der Linie gekratzt und der Nachschuss zur Ecke abgefälscht wurde. Drei Minuten später aber lag die Kugel dann doch im Kirchhörder Netz. Bei Mathias Tomaschewskis direkt verwandeltem Freistoß sah KSC-Keeper Gerlach allerdings nicht gut aus. Nichts zu halten gab es für Gerlach dann beim 0:2, das ebenfalls auf das Konto des Wanne-Eickeler Spielgestalters ging. Mit Vehemenz jagte Tomaschewski die Kugel aus 18 Metern als Halbvolley in die Maschen. „Ein richtig schönes Ding“, wie Stroetzel meinte.

Trotz der Führung blieb der DSC am Drücker und erspielte sich weitere Chancen, die aber ungenutzt blieben. Auf der anderen Seite musste DSC-Keeper Marcel Johns vor der Pause nicht einmal eingreifen. Und auch in der zweiten Hälfte änderte sich nichts. Die Gäste blieben dominant und erhöhten durch Sven Jubts Doppelschlag auf 4:0. Von Sebastian Greitemann bedient, umkurvte Jubt in der 61. Minute auch noch Torwart Gerlach und schob ein, bei seinem zweiten Tor musste er nach schöner Vorarbeit von Tim Nikolay nur noch den Ball über die Linie drücken. Erst nach diesem Treffer schaltete der DSC einen Gang zurück und ließ in der Schlussphase auch noch einige Kirchhörder Chancen zu, die Marcel Johns allerdings vor keine unlösbaren Probleme stellten.

Am Wanner Sieg gab es da längst keine Zweifel mehr. „Schön, dass Toma seine Torgefährlichkeit wieder gefunden hat. Und fast noch mehr freut mich, dass bei Sven der Knoten geplatzt ist. Das macht uns in der Offensive viel weniger berechenbar“, nahm Martin Stroetzel aus Kirchhörde neben drei Punkten einige erfreuliche Erkenntnisse mit.

 

Quelle: derwesten.de/Wolfgang Volmer
Foto: Martin Kerstan 

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