Wanne-Eickel siegt 1:0 und schiebt sich auf Rang zwei vor

Alexander Nour (li.) erzielte den Treffer des Tages für den DSC gegen BV Westfalia Wickede.

Der DSC Wanne-Eickel gewinnt mit 1:0 gegen BV Westfalia Wickede. Weil die Elf von Trainer Martin Stroetzel aber auch beste Gelegenheiten und genutzt ließ, mussten die Zuschauer bis zum Schlusspfiff zittern. Wickede bekommt Auslgleichstreffer wegen Abseits aberkannt.

DSC Wanne-Eickel - BV Westfalia Wickede 1:0 (1:0)

 

Tor: Alexander Nour (12.).

DSC: Johns, Sommer, Melchner, Niedzicki, Hahn, Lorenzen, Tomaschewski, Greitemann, Nour (89. Nolte), Aydin (90. Scholtysik), Jubt (74. Nikolay)

Riesig war der Jubel, als Schiedsrichter Marcel Benkhoff nach 93 Minuten in seine Pfeife bließ. Mit 1:0 hatte der DSC Wanne-Eickel die Gäste des BV Westfalia Wickede bezwungen und sich auf Platz zwei der Tabelle vorgeschoben. Die „Welle“ mit den Fans hatten sich die Spieler redlich verdient und Trainer Martin Stroetzel sah sich die Feierlichkeiten mit zufriedenem Blick an.

Dabei hatte er von seiner Elf eigentlich mehr gefordert. 2,5 Tore im Schnitt wolle er pro Spiel sehen. „Mit einem 1:0-Sieg gegen eine so spielstarke Mannschaft kann ich aber auch sehr gut leben“, sagte er und fügte lachend an: „Aber hätten die Jungs ein oder zwei Tore mehr gemacht, wäre das nicht so nervenaufreibend geworden.“

Starke Anfangsphase der Hausherren lässt Wickede keine Gefahr entfalten
Nach einer nervenaufreibenden Vorstellung sah es auch lange Zeit nicht aus. Denn von Beginn an hatten die Hausherren in der Mondpalast-Arena die Partie im Griff. Die ersten 20 Minuten waren dabei sogar Fußball wie nach dem Lehrbuch. Die Schwarz-Gelben ließen Ball und Gegner laufen, so dass die Wickeder nicht einmal bis vor den Strafraum von DSC-Keeper Marcel Johns kamen.

Auf der anderen Seite kamen die Wanne-Eickeler aber zu guten Abschlussmöglichkeiten. In der 10. Minute kam Christian Melchner nach einem Freistoß aus acht Metern zum Schuss, doch Anil Konya klärte für seinen geschlagenen Torhüter. Zwei Minuten später konnte die Gästeabwehr die DSC-Führung aber nicht mehr verhindern. Nach einer Ecke zog Tugrul Aydin aus 20 Metern ab, Gäste-Keeper Florian Fischer konnte den Ball nur prallen lassen, Alexander Nour reagierte am schnellsten und schob zum 1:0 für die Wanne-Eickeler ein.

Statt das Tempo weiter hoch zu halten und auf das 2:0 zu spielen, ließen die Hausherren die Wickeder besser in die Partie kommen – ohne dass die aber zwingende Chancen herausspielten. Martin Stroetzel forderte von seiner Elf in der Halbzeit, im zweiten Durchgang wieder mehr Druck aufzubauen und auf die Entscheidung zu drängen. Und das versuchte sie auch.

Allen voran Alexander Nour. Der pfeilschnelle Außenstürmer versetzte die Zuschauer gleich zwei mal in Verzückung. Zwei Mal setzte er zum Solo aus der eigenen Hälfte an, zwei Mal ließ er gleich drei Gegenspieler aussehen wie Schülerjungen. Allerdings verpasste er auch zwei Mal die Gelegenheit, den Ball im Strafraum zum freistehenden Tugrul Aydin zu spielen, der nur noch hätte einzuschieben brauchen. Einmal scheiterte Nour an Fischer (76.), einmal konnte Konya seinen Lupfer entschärfen (83.). „In beiden Situation muss er abspielen, trotzdem hat er ein wirklich gutes Spiel gemacht“, lobte Stroetzel und gönnte seinem Offensivmann bei dessen Auswechslung in der 89. Minute den verdienten Extra-Applaus.

Die beiden ungenutzten Großchancen machten das Spiel dann aber unnötig spannend. BVW-Trainer Marko Schott schickte in der Schlussphase seine langen Abwehrrecken in die Spitze und ließ es seine Elf mit langen Bällen versuchen. Und Tim Schrade sorgte sogar für Schockstarre auf der Tribüne, als er den Ball in der Nachspielzeit aus dem Gewühl im Fünfmeterraum in die Maschen drückte. Doch der Jubel auf der Gästebank erstickte jäh. Der Assistent hatte die Fahne längst wegen einer Abseitsposition Schrades gehoben.

So blieb es beim 1:0 für die Hausherren. „In drei Spielen gegen starke Mannschaften in der Liga haben wir jetzt sieben Punkte geholt. Damit können wir sehr zufrieden sein“, freute sich Stroetzel. Dass er es ist, erkennt man unschwer an seinem Blick.

Quelle: derwesten.de/Felix zur Nieden
Foto: Martin Kerstan 

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