DSC gewinnt umkämpftes Spiel mit 2:1 in Heven


Alex Nour im Zweikampf.

TuS Heven - DSC Wanne-Eickel 1:2 (0:0)

Tore: 0:1 Tomaschewski (53.), 0:2 Aydin (57.), 1:1 (65.)

DSC: Johns – Hahn, Baum, Melchner, Sommer – Greitemann, Lorenzen (83. Jubt), Tomaschewski – Niedzicki, Nour, Aydin (90. Nolte).

„Das war ein ganz wichtiger Sieg“, jubelte Martin Stroetzel zufrieden nach dem 2:1-Erfolg bei Oberligaabsteiger TuS Heven. „Wir haben uns in der Spitzengruppe festgesetzt.“ Der Weg dahin war allerdings schwer, besonders in der ersten Halbzeit fand der DSC kaum Lösungen, um die Hausherren unter Druck zu setzen.

Schwache erste Halbzeit
Der TuS setzte genau die Ankündigung seinen Trainers um, die wichtigsten Einzelspieler des DSC zu ärgern und ihnen die Lust am Spiel zu nehmen– und zwar fast in Perfektion. Besonders Tugrul Aydin und Alex Nour, aber auch Sebastian Greitemann wurden permanent gedeckt, von zwei Spielern attackiert. So trieb Heven den DSC zur Verzweiflung, die Schwarz-Gelben fanden überhaupt nicht ins Spiel und hatten dreißig Minuten lang keinen Abschluss zu verzeichnen. Besonders im Spielaufbau unterliefen dem DSC viele technische Fehler und Ungenauigkeiten – eine Schwäche, die insbesondere Mathias Tomaschewski und Sebastian Greitemann in dieser Saison noch nicht gezeigt hatten. Immerhin stand aber die Defensive völlig souverän.

Statt Torchancen gab es 45 Minuten lang ein Foul- und Fehlpassfestival, wobei das Spiel von extremer Unruhe geprägt war – besonders Marcel Johns und Mathias Tomaschewski redeten immer wieder auf den Schiedsrichter ein, der allerdings auch gravierende Schwächen bei Zweikampf- und Handspielauslegung offenbarte.

Pech für Wanne-Eickel, dass der Unparteiische nicht nach 37 Minuten auf Elfmeter entschied, als ein Hevener den Ball nach einer Ecke an den Arm bekommen hatte.

Deutlich verbessert kam der DSC aus der Kabine: Zunächst traf Greitemann das Außennetz, Aydin setzte einen Freistoß daneben.

Beim nächsten Standard nahm sich stattdessen Tomaschewski den Ball und schlenzte ihn butterweich über die Mauer in den Winkel. Drei Minuten später war die TuS-Abwehr einmal nicht aufmerksam, Tugrul Aydin traf nach schöner Kopfballablage von Nour zum 2:0. „Das war wichtig“, so Martin Stroetzel nachher. „Heven musste dann mitspielen, für uns gab es Räume.“

Besonders der Ex-Hevener Nour drehte jetzt auf, verwandelte seine Gegenspieler in Slalomstangen, doch Wanne-Eickel nutzte die Chancen nicht, bekam zudem einen klaren Elfmeter verwehrt. Stattdessen das überraschende 2:1: Elvis Karisik verwandelte einen Freistoß von halblinks ins lange Eck – ein Traumtor, bei dem der ansonsten starke Marcel Johns nicht gut aussah.

DSC verpasst die Entscheidung
Kurz darauf parierte TuS-Keeper Wirges zwei Volleyschüsse von Alexander Nour sensationell, so dass Wanne-Eickel weiter zittern musste. Doch statt ernsthaft in Bedrängnis zu geraten, konterten die Gäste, verpassten aber die Entscheidung mehrfach durch Nour und den eingewechselten Sven Jubt.

„Da müssen wir das dritte nachlegen“, hatte Martin Stroetzel trotz der drei Punkte etwas zu meckern. „So wurde es noch mal hektisch, auch wenn Heven bis auf den Sonntagsschuss zum 2:1 keine Chance hatte.“

„Spannend“ sei es gewesen, fand auch der Ex-Hevener Alexander Nour: „Es war schon ungewohnt hier als Gast zu spielen. Drei Jahre war ich hier, das ist schon was. Ein Tor zu schießen hätte mir wahrscheinlich auch weh getan“, so der Außenstürmer, der mehrfach am starken Torwart scheiterte. Während sein Ex-Team mit fünf Niederlagen aus sechs Spielen im Tabellenkeller steckt, ist der DSC auf Platz drei nun einer der ersten Verfolger von Spitzenreiter Marl-Hüls.

Quelle: derwesten.de/Philipp Ziser
Foto: Jürgen Theobald

 

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