DSC Wanne-Eickel weiter in der Erfolgsspur


Torschütze Stephen Lorenzen (links).

SpVg Holzwickede - DSC Wanne-Eickel 0:2 (0:0)

 

DSC: Johns – Sommer, Melchner, Baum, Hahn – Lorenzen, Greitemann – Niedzicki (87. Ouattara), Jubt (59. Tomaschewski), Nour – Aydin (90. Nikolay).
Tore: 0:1 Lorenzen (72.),0:2 Aydin (81./HE).

DSC-Trainer Martin Stroetzel erinnerte sich nach dem Spiel an die Begegnung aus der vergangenen Saison: „Bis zur 70. Minute war das fast der gleiche Spielverlauf. Wir haben die besseren Chancen, aber machen das Tor einfach nicht.“ Endergebnis damals: 0:1 aus DSC-Sicht.

Am Sonntag lief es aber andersherum. Nachdem beide Teams reihenweise gute Möglichkeiten ausgelassen hatten, erzielte Stephen Lorenzen zwanzig Minuten vor Abpfiff das erlösende 1:0 für den DSC. „Eigentlich ein Zufallsprodukt“, kommentierte Martin Stroetzel. Einen Freistoß des eingewechselten Mathias Tomaschewski verlängerte Innenverteidiger Christian Melchner auf Lorenzen, der davon profitiert, dass der Torwart sich verschätzt und zur Führung einköpft. Direkt im Gegenzug muss Suljakovic ausgleichen, köpft aber zu hoch. Stattdessen macht Tugrul Aydin auf der Gegenseite alles klar, verwandelt zehn Minuten vor Schluss einen (sehr fragwürdigen) Handelfmeter zum 2:0. Heimtrainer Ingo Peter war sauer: „Das war der Bruch im Spiel, klare Fehlentscheidung. Bis dahin haben wir gut dagegengehalten, hatten unsere Chancen. Schade, dass der Schiedsrichter das Spiel so entscheidet.“

Obwohl die Heimmannschaft zum Auftakt drei Niederlagen aus drei Spielen eingesteckt hatte, spielte sie auf Augenhöhe mit, eine Verunsicherung war nicht zu erkennen.

Die erste Chance für den DSC vergab Nour im Fallen (2.), danach ging es hin und her: Grasteit und Suljakovic ließen beste Kopfballchancen liegen (9./24.), Aydin und Nour tauchten nach schönen Kombinationen frei vorm gegnerischen Tor auf, schossen aber daneben (15./28.).

In Hälfte zwei wurde der DSC immer spielbestimmender, Sven Jubt vergab eine dicke Doppelchance, Stephen Lorenzen wurde mehrfach geblockt. Besonders nach Standards brannte es im Strafraum. In der 70. Minute scheiterten Melchner und Lorenzen nach einer Ecke mit vereinten Kräften daran, aus dem Getümmel die Führung zu erzielen. Zwei Minuten später klappte es.

Insgesamt ein verdienter Sieg gegen einen starken Gegner, die Stroetzel-Elf profitierte aber auch von Defensiv- und Abschlussschwächen der Spielvereinigung. „Wir waren hinten stark und konzentriert, hatten die Lufthoheit“, erklärteStroetzel den Erfolg seines Teams.

Sein Gegenüber, ehemaliger Spieler und Trainer des DSC, lobte besonders dessen Neuzugänge: „Das ist ein Team was oben mitspielen wird, sie haben gute Leute geholt. Zwei davon wollten wir auch haben, Greitemann und Lorenzen. Sie sind beim DSC schon das Herzstück der Mannschaft und haben den kleinen Unterschied ausgemacht.“

Quelle: derwesten.de/Philipp Ziser
Foto: Michael Korte

 

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