45 Minuten Feuerwerk des DSC


Alexander Nour war nicht unter Kontrolle zu kriegen. 

„Zwei Gänge höher schalten“ müsse sein Team, forderte Martin Stroetzel vor dem Auftritt seines DSC Wanne-Eickel gegen den Hombrucher SV. Nach dem Spiel war er komplett zufrieden. Seine Mannschaft zeigte eine tolle Leistung mit Chancen fast im Minutentakt.

DSC Wanne-Eickel - Hombrucher SV 5:0 (3:0) 

 

DSC: Johns – Sommer, Melchner (76. Nikolay), Baum, Hahn (64. Nolte) – Niedzicki, Greitemann, Lorenzen – Aydin, Jubt (69. Ouro-Akpo), Nour.

Tore: 1:0 Hahn (11.), 2:0 Aydin (21.), 3:0 Lorenzen (36.), 4:0 Aydin (63.), 5:0 Lorenzen (65.).

„Zwei Gänge höher schalten“ müsse sein Team, forderte Martin Stroetzel vor dem Auftritt seines DSC Wanne-Eickel gegen den Hombrucher SV. Nach dem Spiel war er zufrieden: „Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Torgefahr entwickeln, Abschlüsse erzwingen.“ 

Von Anpfiff an war zu spüren, dass die Mannschaft die Vorgabe des Trainers verstanden hatte. Gut eine Minute dauerte es nur bis zum ersten Abschluss von Alexander Nour. Der DSC war von Anfang an spielbestimmend, die erste dicke Chance hatte Neuzugang Alexander Hahn nach zehn Minuten, als er nach schönem Doppelpass von links am Torwart scheiterte.

Nach dem anschließenden Einwurf machte der Linksverteidiger es besser, nutzte die Verwirrung in der Hombrucher Abwehr und verwandelte am langen Pfosten zum 1:0.

Was dann folgte, war eine überragende halbe Stunde des DSC, im Zwei-Minuten-Takt vergaben die Gelb-Schwarzen hochkarätige Torchancen: Nour trifft den Ball nicht richtig (13.). Lorenzen und Jubt schießen nacheinander einen Abwehrspieler auf der Linie an (15.). Nour fängt einen Abwurf ab und schießt daneben (17.), Nour verwandelt eine Aydin-Flanke, aber abseits (19.).

„Das frühe Tor war für uns wichtig“, sagte Martin Stroetzel nach dem Spiel. „Wir wussten, dass Hombruch letzte Woche 4:0 verloren hat und wollten das ausnutzen.“ Der Plan ging auf: Die Hombrucher waren völlig verunsichert, kamen kaum aus ihrer Hälfte heraus.

In der 21. Minute das 2:0 durch Tugrul Aydin: direkter Freistoß von Linksaußen ins lange Torwarteck, vermutlich haltbar.

Der DSC hatte noch nicht genug: Doppelchance Jubt, Fernschuss gehalten, Kopfball daneben (23.). Nour-Schlenzer knapp drüber (25.). Lorenzen trifft nach schönem Solo den Pfosten (30.). Greitemann zielt volley zu hoch (31.). Jubts 25-Meter-Hammer hält der Torwart (34.).

Stephen Lorenzen sorgt mit einem schönen Fernschuss dann zwei Minuten später für das längst überfällige und hochverdiente 3:0. Mit diesem Ergebnis geht es in die Kabinen, weil Nour zunächst drüber schießt, dann Jubt völlig frei am Torwart scheitert und Nours Lupfer auf der Linie geklärt wird. Mit Applaus in die Kabine.

Nach der Pause ließen die Gelben es ruhiger angehen, ein Doppelschlag von Aydin und Lorenzen sorgt für das Endergebnis. Der eingewechselte Ouro-Akpo hätte noch erhöhen können. Trotz der Abwesenheit von Kapitän Mathias Tomaschewski zeigte der DSC eine starke Mannschaftsleistung mit vielen individuellen Höhepunkten.

 

Die DSC-Angriffsreihe presste aggressiv und brachte die Hombrucher Verteidiger im Spielaufbau zur Verzweiflung. Spätestens bei Neuzugang, Ersatzkapitän und Mittelfeldmotor Sebastian Greitemann war meist Endstation für den HSV. Die wie aufgedreht rennenden, tricksenden und spielenden Außenstürmer Nour und Aydin hatten sichtlich Spaß daran, die Dortmunder Verteidiger, darunter Ex-DSCler Tim Franken, immer wieder schwindlig zu spielen. Und die Defensive um Michael Baum hatte mit dem von Hektik und Ungenauigkeit geprägten Offensivspiel des HSV kaum Probleme, Marcel Johns war bei hohen Bällen sicherer Rückhalt. 

Was die Leistung gegen die schwachen Hombrucher tatsächlich wert ist, wird das nächste Wochenende zeigen. Dann ist Ligatopfavorit TSV Marl-Hüls in der Mondpalast-Arena zu Gast.

Quelle: derwesten.de/ Philipp Ziser
Foto: Rainer Raffalski

 
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