Cranger-Kirmes Cup 2014: TSV entführt den Pokal erneut ins Vest


Als kampfstarker Sechser machte Wannes Sebastian Greitemann (gelb) auch im Finale ein starkes Spiel. Hier kämpft er mit Torsten Stondzik um den Ball.

In einem rassigen, hart umkämpften Finale setzte sich der TSV Marl-Hüls mit 1:0 gegen den DSC Wanne-Eickel durch und sicherte sich beim Kirmes-Cup den dicksten Pokal und den dicksten Scheck. Allerdings hatte der DSC wenig Glück bei einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen.

TSV Marl-Hüls - DSC Wanne-Eickel 1:0

 

Tor: 1:0 (64.) Westerhoff.

DSC: Johns - Sommer (83. Ouro-Akpo), Nolte (86. Jubt), Baum, Hahn - Greitemann, Lorenzen - Niedzicki, Tomaschewski, Nour - Aydin (90. Scholtysik).

Der Siegerpokal geht zum vierten Mal in Folge ins Vest, der DSC Wanne-Eickel muss weiter auf seinen ersten Erfolg im Cranger-Kirmes-Cup warten und sich wie im Vorjahr mit Platz zwei begnügen. Waren die Schwarz-Gelben damals im Finale beim 0:3 gegen Erkenschwick aber chancenlos, so hatten sie nach dem unglücklichen 0:1 gegen den Ligarivalen aus Marl diesmal allen Grund, mit ihrem Schicksal zu hadern.

Besonders auf das Gespann waren die DSC’ler hernach nicht gut zu sprechen. In der Tat setzten sich David Hennig und sein erster Assistent Gregor Werkle nie dem Verdacht aus, Heimschiedsrichter zu sein.
Vor allem in zwei strittigen Situationen entschieden sie gegen den DSC: Als Stephen Lorenzen von TSV-Torwart Andre Bley im Kampf um den Ball zu Fall gebracht wurde, verweigerten sie dem DSC einen möglichen Elfmeter (73.), der zum 1:1 hätte führen können. Drei Minuten später fiel der Ausgleich tatsächlich, als Alexander Nour über die linke Seite sprintete, auch Bley noch umspielte und aus spitzem Winkel einnetzte. Doch mitten in den Wanner Jubel hinein platzte Werkle mit seiner Fahne. Er hatte Nour im Abseits gesehen, eine Meinung, die nicht viele teilten.

Sei’s drum, es war eine subjektiv sicher richtige Entscheidung, mit der auch der DSC leben muss. Martin Stroetzel verkniff sich auch jeden allzu kritischen Ton, auch wenn ihn die Niederlage ärgerte. „Wir haben gut gespielt, der TSV hat ohne Torchance gewonnen“, bilanzierte der DSC-Trainer. „Das ist schade, weil aus meiner Sicht nicht die richtige Mannschaft gewonnen hat.“

Und wirklich, die Stroetzel-Elf lieferte wie bereits im Halbfinale ein richtig starkes Spiel ab. Sie stand defensiv kompakt und stellte die Passwege auf TSV-Regisseur Westerhoff clever zu, so dass auch Torjäger Erwig in der Luft hing und kaum eine Aktion hatte. Nach Balleroberung schalteten die Wanner schnell um, oft schickte Kapitän Tomaschewski mit einem weiten Pass Tugrul Aydin auf die Reise, mit dem die Abwehrrecken des TSV ihre liebe Mühe hatten. So wie in Minute 14, als Aydin den Innenverteidigern entwischte, aus 18 Metern aber überhastet abschloss. Die beste Chance der ersten Hälfte aber bot sich Sebastian Greitemann, der nach Tomaschewskis Freistoß mit einem Flugkopfball aus fünf Metern haarscharf das Tor verfehlte (37.). Der TSV wurde in der ersten Hälfte nur einmal gefährlich, als Stondzik einen Konter nicht gut ausspielte und vorbei schoss.

Nach der Pause wurde das Spiel offener, der DSC stand nicht mehr ganz so kompakt und ließ den Hülsern mehr Raum. Den hätte Westerhoff fast genutzt, doch Marcel Johns fischte ihm die Kugel im letzten Moment noch vom Fuß (50.). Auch Erwig trug sich in die Anwesenheitsliste ein, als er Urals Hereingabe mit einem Spagatschritt vor der DSC-Abwehr erwischte, den Ball jedoch über das Tor bugsierte (57.). Sieben Minuten später aber zappelte die Kugel dann doch im Netz. Westerhoffs 20m-Freistoß wurde durch die Mauer noch abgefälscht, für Johns gab es nichts zu halten.

Der DSC reagierte sofort, drängte energisch auf den Ausgleich – und hatte Pech, dass die besten Aktionen vom Gespann anders bewertet wurden. Am Ende brachte Stroetzel mit Akpo und Jubt zwei Stoßstürmer, beorderte auch Michael Baum ins Zentrum, aber auch mit der Brechstange war die TSV-Abwehr nicht mehr zu knacken. Schade.

Quelle: derwesten.de/Wolfgang Volmer
Foto: Martin Kerstan

Zusammen für den DSC - Gemeinsam für Wanne-Eickel 


Zusammen für den DSC - Gemeinsam für Wanne-Eickel