DSC schludert mit seinen Chancen


Auch diese Chance bleibt ungenutzt: Abdou-Nassirou Ouro-Akpo setzt den von Sven Jubt (liegend) vorgelegten Ball knapp neben das Iserlohner Tor.

DSC Wanne-Eickel - FC Iserlohn 1:2 (1:1)

Eigentlich sollte die kleine Erfolgsserie mit sieben Punkten aus drei Spielen noch etwas fortgeschrieben werden. Doch daraus wurde nichts, da der DSC Wanne-Eickel gestern zu fahrlässig mit seinen Torchancen umging und in der Abwehr zweimal Folgenschwer patzte. Das bescherte den Gästen einen schmeichelhaften 2:1-Erfolg, und das Abstiegsgespenst ist noch immer nicht aus der Mondpalastarena verjagt.

Ohne personelle Probleme scheint der DSC in dieser Saison in kein Spiel gehen zu können. Diesmal war es Julian Stöhr, der beim Warmmachen signalisierte, dass es nicht ginge. Und da auch Mathias Tomaschewski noch fehlte, musste Stroetzel einmal mehr improvisieren und wählte eine auf den ersten Blick etwas ungewöhnliche Taktik. „Gegen den Ball“, wie es heutzutage heißt, agierten die Schwarz-Gelben fast schon mit einer Fünferkette, nach vorne ging es dann im offensiven 3:5-2-System.

Frühe Führung durch Quattara
Und schon der erste gefährliche Angriff führte zum Erfolg. Nach Vorarbeit von Rathmann und Akpo scheiterte Aydin zunächst am auf der Linie klärenden Abwehrspieler Polo, doch nach der folgenden Ecke und einer schönen Hereingabe von Aydin wuchtete Quattara den Ball mit dem Kopf zur frühen Wanner Führung ins Netz.

Nach einer erneuten Aydin-Flanke verfehlte Akpos Kopfball (12.) nur knapp das Ziel, dann kombinierte sich gelegentlich auch Iserlohn mal vor das gegnerische Tor. Und durfte in der 23. Minute den Ausgleich bejubeln. Nach einer Flanke von Yildirim beförderte Beilfuß den Ball mit einem herrlichen Seitfallzieher ins lange Eck.

Wenig später war auch das taktische Konzept der Wanner über Bord geworfen, weil Schlussmann Johns bei einer Rettungstat im Strafraum neben dem Ball auch Quattara abräumte, der die Begegnung nicht fortsetzen konnte. So kam Stürmer Sven Jubt zu seinem Comeback, agierte zunächst aber hinter den Spitzen.

Noltes Kopfballtor nicht anerkannt
Trotz der erneuten Umstellung kontrollierte der DSC weiterhin die Partie, auch nach der Pause. Nachdem Nolte eine weitere der immer gefährlichen Flanken von Aydin eingeköpft hatte (58.), wurden die Wanner aber im Jubel zurückgepfiffen – „abseits“ wollte der Linienrichter erkannt haben. „Nie und nimmer“, zürnte Stroetzel, der von seiner Position gute Sicht auf die Situation hatte.

Aber die Schwarz-Gelben erspielten sich weitere Möglichkeiten. Zunächst war es Cetinkaya, der mal aus der Distanz abzog (65.), aber knapp über den Querbalken zielte. Um die 75. Minute boten sich den Platzherren dann gleich drei gute Chancen, erneut in Führung zu gehen. Ouro-Akpo verpasste gleich zweimal denkbar knapp den Ball, und Jubt köpfte aus kurzer Distanz neben den Pfosten.

Von Iserlohn war in der Zwischenzeit nur wenig zu sehen gewesen. Doch dann reichte den Gästen eine gelungene Aktion, um den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. Nweke und der kurz zuvor eingewechselte Akdeniz düpierten die Wanner Abwehr mit einem doppelten Doppelpass, und Nweke spitzelte die Kugel durch Johns’ Beine ins Tor (83.). Jubt per Kopf und Rathmann aus 18 Metern probierten es zwar noch mal, aber Dreesen im Iserlohner Tor parierte beide Male ohne große Probleme und hielt den schmeichelhaften Sieg fest.


Tore: 1:0 (5.) Quattara, 1:1 (23.), 1:2 (83.).

DSC: Johns - Basol, Nolte, Franken, Cetinkaya - Niedzicki, Quattara (30. Jubt), Sazoglu, Rathmann - Aydin, Ouro-Akpo (83. Kaya).

Zusammen für den DSC – Gemeinsam für Wanne-Eickel!

Quelle: derwesten.de/Uwe Ross

Foto: Oliver Mengedoht