Ein erzürnter DSC-Trainer


TSV Marl-Hüls - DSC Wanne-Eickel 2:2 (0:0) 

Der DSC Wanne-Eickel brachte vom Spitzenreiter TSV Marl-Hüls mit dem 2:2 einen Punkt mit. Trainer Martin Stroetzel hatte dennoch viel Grund, sich zu ärgern.

 

So aufgebracht, wie nach dem Spiel in Marl-Hüls, war Martin Stroetzel wohl noch nie in seiner langen Laufbahn. Und das, obwohl der abstiegsbedrohte DSC Wanne-Eickel völlig verdient einen Punkt vom Spitzenreiter entführt hatte.

„Was da abging, wie der Hülser Trainer Floßbach Einfluss auf das Spiel und den Schiedsrichter nimmt, der auch noch darauf reinfällt, das lässt mich langsam den Glauben an den Fair-Play-Gedanken verlieren“, erzürnte sich der DSC-Trainer. Sieben Mal zückte der Unparteiische Paul-Henryk Hadrossek die gelbe Karte gegen Wanner Spieler, während der TSV mit einer Verwarnung davon kam. „Die Hülser lagen nur auf dem Boden und schrien bei jeder Kleinigkeit“, so Stroetzel. Und in der 96. Minute, bei einem langen Ball nach vorne, seien sogar drei Spieler gleichzeitig umgefallen. Der Unparteiische pfiff Freistoß, und den verwandelte Erwig zum 2:2-Endstand.

Nach dem Schlusspfiff folgte noch ein weiterer negativer Höhepunkt für den DSC, als Moussa Quattara auf dem Gang zur Kabine wegen angeblicher Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte sah. „Er hat sich mit Kadir Mutluer vom TSV auf französisch unterhalten. Der Moussa kennt überhaupt keine deutschen Schimpfwörter, für den lege ich meine Hand ins Feuer“, so Stroetzel.

Vor den Aufregern in der Schlussphase wurde auch Fußball gespielt, wenn auch zunächst nicht auf hohem Niveau. „Das war überwiegend Gepöhle, wobei beide Mannschaften ihre chancen hatten“, fasste Stroetzel die ersten 45 Minuten zusammen. Im zweiten Spielabschnitt wurde die Partie etwas besser. In der 63. Minute ging der Tabellenführer durch Sdzuy in Führung, aber nur vier Minuten später gelang Marvin Rathmann der Ausgleich. Nachdem der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Semih Esen den DSC in Führung geschossen hatte (84.) warf der Spitzenreiter alles nach vorne. „In dieser Phase hatten wir gute Kontermöglichkeiten und hätten durch Esen und Aydin auch das 3:1 machen können“, so Stroetzel. Haben sie aber nicht, und so profitierte der TSV schließlich noch von der Nachspielzeit.

Tore: 1:0 (63.), 1:1 (67.) Rathmann, 1:2 (84.) Esen, 2:2 (90. + 6).

DSC: Kurz - Rathmann, Quattara, Nolte, Basol - Stöhr (90. + 2 Szponik), Sazoglu - Aydin, Tomaschewski, Cetinkaya (46. Esen) - Omerbegovic (67. Yaylacik).

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Rote Karte: Quattara (97.+).

Zusammen für den DSC – Gemeinsam für Wanne-Eickel!

Quelle: derwesten.de / Uwe Ross
Fotos: derwesten.de