DSC Wanne-Eickel will nicht mehr gewinnen


Harun Celebi ärgert sich.

DSC Wanne-Eickel - TuS Hordel 1:3 (1:0)

Nach der guten Leistung gegen Wickede hofften die Anhänger des DSC Wanne-Eickel auf eine Überraschung im Derby gegen den Dritten aus Hordel: Eine starke erste Halbzeit später führte das ersatzgeschwächte Team von Martin Stroetzel verdient mit 1:0. Dann kam der Einbruch.

Die Nerven liegen blank: Nach der Niederlage im Derby gegen die DJK TuS Hordel geht DSC-Coach Martin Stroetzel einzelne Spieler öffentlich an: „Einige auf dem Platz haben eindeutig ein Einstellungsproblem. Leo Bazylin hatte schon direkt vor der Halbzeit einen Riesenbock geschossen, das wurde nicht besser. Hinten links das Gleiche.“ Da spielte Tim Oberc, der kurzfristig für Cetinkaya einspringen musste. 

Hätte er die fraglichen Spieler auswechseln sollen? Gegenfrage Stroetzel: „Hast du einen gesehen, den ich hätte bringen können?“ In der Tat: Auf dem Spielbericht stand zwar noch Samed Sazoglu, der jedoch genau so kurzfristig hatte passen müssen wie Seyhan Cetinkaya, wodurch Oberc und Bazylin erst als in die Startelf gerückt waren.

Dominante erste DSC-Halbzeit
So saßen neben Ersatztorwart Cleves nur zwei Offensive, Enes Kaya und Tim Helwig, auf der Ersatzbank. Ist denn nicht, besonders bei einem Rückstand, jeder Offensivspieler besser als ein unmotivierter Verteidiger? Stroetzel gab die Antwort, brachte Tim Helwig in der 83. Minute für Rechtsaußen Harun Celebi. Drehen wir die Uhr etwa eine Stunde zurück: Halbzeit in der Mondpalast Arena, der Tabellenzwölfte DSC Wanne-Eickel führt gegen den Dritten Hordel 1:0. Überzeugende Leistung, wunderschönes Fernschusstor von Tomaschewski (39.), nur eine einzige echte Chance zugelassen, dafür selber eine höhere Führung mehrfach nur knapp verpasst – das Team von Martin Stroetzel machte da weiter, wo es in Wickede aufgehört hatte. „Wir waren diszipliniert und haben verdient geführt“, war der Trainer bis dahin auch noch zufrieden.

Aber dann: „Der Ausgleich fällt direkt nach der Pause, aus einem Einwurf. Das habe ich hundertmal angesprochen, das ist so peinlich“, schimpfte er. Rudolphs Schuss aus der zweiten Reihe war abgefälscht worden, Pascal Kurz war chancenlos. Genau wie beim Doppelschlag von TuS-Mittelstürmer Dawid Ginczek (73.,78.), zu dem die DSC-Verteidiger in der Schlussphase scheinbar lieber Sicherheitsabstand einhielten. Stroetzel hatte vor dem Spiel noch eindringlich vor Ginczek und Rudolph gewarnt.

Das Drama hatte sich unmittelbar nach der Pause angekündigt: Hordel wirkte ab Wiederanpfiff spritziger und aggressiver, die starke Präsenz des DSC aus der ersten Halbzeit, besonders im Mittelfeld, war wie weggeblasen. Bitter nach so einer ersten Halbzeit? Nicht für Stroetzel: „Enttäuscht bin ich nicht. Das war heute einfach nur ein Spiegelbild unserer Saison.“

Tore: 1:0 Tomaschewski (39.), 1:1 Rudolph (50.), 1:2 Ginczek (73.), 1:3 Ginczek (78.)

DSC: Kurz – Basol, Nolte, Bazylin, Oberc – Stöhr – Esen, Kaya, Tomaschewski, Celebi (83. Helwig) – Aydin

Bildergalerie mit freundlicher Unterstützung von derwesten.de: 

Quelle: derwesten.de / Uwe Eulig
Foto: Rainer Raffalsk 

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