DSC spielt „desolat und peinlich“



DSC Wanne-Eickel - SuS Langscheid/Enkhausen 2:5 (1:4)

Stocksauer war Trainer Martin Stroetzel nach dem Spiel seines DSC Wanne-Eickel gegen Langscheid/Enkhausen: „Wir haben ein Einstellungsproblem, die Jungs lernen nicht aus ihren Fehlern.“Auch deshalb kündigte er für die Winterpause Veränderungen an.

 

Wieder 2:5 verloren, wieder bereits zur Halbzeit mit drei Toren hinten gelegen, wieder eine Abwehrleistung, die diesen Namen nicht verdient. „Wir haben in zwei Spielen zehn Gegentore kassiert“, so Stroetzel. „Das sagt alles.“ Auch die Tatsache, dass die Gelb-Schwarzen in der ersten Halbzeit eigentlich eine ordentliche Offensivleistung zeigten, konnte nicht verbergen, dass beim DSC einiges im Argen liegt.

Dem Gegner zwei Tore geschenkt

Alleine zwei Tore legten die Wanner ihren Gegnern selber auf: Beim 0:2 spielten Semih Esen einen schlampigen Querpass im Spielaufbau, beim 1:4 unmittelbar vor der Halbzeit wurde Tino Westphals Ballannahme zur Steilvorlage für den Langscheider Mittelstürmer. Trainer Stroetzel war an der Seitenlinie fassungslos: „Das ist Wahnsinn!“

Auch vorne zeigte der DSC Defizite: Aydin, Esen und besonders Celebi spielten ihre Gegenspieler im ersten Durchgang zwar schwindlig, das blieb aber wertlos, da die resultierenden Chancen teils kläglich vergeben wurden. Einzige Ausnahme: Nach einer schönen Kombination über Basol und Aydin traf Celebi zum zwischenzeitlichen Anschluss. 

Das 0:1 fiel bereits – oder besser gesagt erst – nach neun Minuten, es war schon die dritte dicke Chance der Sauerländer: Nach einem Eckball schaltete keiner der Gelben im Getümmel schnell genug, Pascal Kurz im Tor war gegen den verdeckten Schuss chancenlos. Nicht einmal zehn Minuten später das 0:2 nach Esens dickem Patzer, nach dem Anschluss durch Celebi dauerte es ebenfalls nicht lange, bis der SuS den alten Abstand wiederherstellte, die DSC-Abwehr wehrte sich nicht wirklich. Das 1:4 unmittelbar vor der Pause war dann die Krönung. 

Stroetzel war dementsprechend sauer, es fehle die richtige Einstellung: „Die Jungs lernen ja offensichtlich nicht einmal dazu. Es war wieder fast genau wie letzte Woche.“ Besonders mit seiner Verteidigung ging er hart ins Gericht: „Das war eine peinliche Leistung, mir fehlen die Worte. Das erste Gegentor fällt nach einer Ecke, das kann passieren. Aber an den anderen sind wir ja unmittelbar beteiligt, das ist desolat.“

 „Wir müssen etwas tun“

Nur logisch, dass der Trainer sich Verstärkungen im Winter wünscht: „Wir müssen dringend etwas tun, die Mannschaft gibt ja allen Grund dazu.“ Vergangene Woche hatte Stroetzel noch betont, dass seine Mannschaft zu stark für den Abstiegskampf sei, gestern wirkte er resigniert: „Wir können zurzeit nur hoffen, dass die anderen noch schlechter sind.“

Tore: 0:1 (9.), 0:2 (17.), 1:2 Celebi (21.), 1:3 (33.), 1:4 (45.), 2:4 Aydin (75.), 2:5 (85.)

DSC: Kurz – Oberc, Westphal, Nolte (63. Tomaschewski), Basol – Stöhr (85. Bazylin), Sazoglu – Celebi, Esen, Aydin – Jubt.

 

Quelle: derwesten.de / Philip Ziser
Foto: Jürgen Theobald 

Zusammen für den DSC – Gemeinsam für Wanne-Eickel!