Aufholjagd ohne Happy End


Hombrucher SV - DSC Wanne-Eickel 5:2 (3:0)

Martin Stroetzel war bedient: „So ein Spiel muss man eigentlich nicht verlieren.“ Der Schuldige für die Niederlage war schnell gefunden: „Ich habe das Gefühl, dass wir das Freiwild der Liga sind. Die Gegner dürfen foulen, treten in uns rein, wie sie wollen und werden nicht bestraft. Stattdessen bekommen wir eine unberechtigte Rote Karte, die auch noch spielentscheidend ist.“

 

Der Platzverweis gegen Seyhan Cetinkaya zehn Minuten vor Spielende war tatsächlich hart, aber berechtigt: Der Linksverteidiger wurde von seinem Gegenspieler rüde umgegrätscht, schubste ihn als Revanche beim Aufstehen wieder auf den Boden. Während der Hombrucher nach der obligatorischen Rudelbildung rund um den Schiedsrichter und seinen Assistenten mit Gelb davonkam, musste Cetinkaya vom Platz.

Eine Minute nach der Roten Karte erzielte der HSV das 4:2, das Spiel war damit entschieden.

„Selbst der Hombrucher Trainer fand den Platzverweis zu hart“, schimpfte Stroetzel. Auch viele Zuschauer waren überrascht, da der Schiedsrichter bis dahin versucht hatte, mit so wenig Karten wie möglich auszukommen.

In der ersten Halbzeit kamen die Schwarz-Gelben kaum ins Spiel, hatten Probleme mit dem Hombrucher Pressing. Aus einem Ballverlust von Sazoglu im Spielaufbau entstand das 1:0. Während die Schüsse von Aydin und Celebi leichte Beute für Hombruchs Torwart waren, legte Hombruch kurz vor der Pause nach: Mit dem Doppelschlag in der 44. Minute und in der Nachspielzeit war das Spiel eigentlich schon gelaufen.

„Wir sind in der ersten Hälfte kaum ins Spiel gekommen, der rutschige Untergrund war problematisch für uns, vor allem weil wir uns darauf nicht warm machen konnten.“ Bis kurz vor Anpfiff war dort noch die Hombrucher Reserve aktiv.

 Doppelschlag durch Jubt und Stöhr

Nach der Halbzeit, Tomaschewski und der wiedergenesene Jubt waren inzwischen im Spiel, legte der DSC los wie die Feuerwehr und erarbeitete sich innerhalb zehn Minuten mehr Chancen als in der kompletten Dreiviertelstunde zuvor, doch Jubt, Aydin und zweimal Cetinkaya waren nicht erfolgreich. 

Erst als die Angriffswelle verebbt war und Hombruch alles wieder unter Kontrolle hatte, schlug der DSC zu: Ein Sonntagsschuss von Julian Stöhr und Semih Esen sorgten innerhalb von drei Minuten für den Anschluss. Bei den Hombruchern wurden ungute Erinnerungen wach: Bereits im letzten Heimspiel gegen Langenscheid hatte der HSV eine 3:0-Halbzeitführung hergeschenkt. Doch durch Cetinkayas Unbeherrschtheit wurde die Aufholjagd des DSC unsanft gestoppt.

Tore: 1:0 (33.), 2:0 (43.), 3:0 (45.+1), 3:1 Stöhr (70.), 3:2 Esen (72.), 4:2 (81.), 5:2 (89.)

DSC: Kurz – Basol, Cetinkaya, Nolte (46. Tomaschewski), Stöhr, Aydin, Westphal, Sazoglu, Esen, Doric (46. Jubt), Celebi.


Rote Karte:
 Cetinkaya (80.).

Quelle: derwesten.de / Philip Ziser
Foto: Menne 

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