Pleiten, Pech und Pannen


FC Iserlohn - DSC Wanne-Eickel 3:1 (1:1)

„Es gibt so Spiele, die laufen nach der gleichen Schablone ab. Das in Iserlohn gehört dazu“, kommentierte DSC-Trainer Martin Stroetzel die 1:3-Niederlage in Iserlohn. Pleiten, Pech und Pannen – von allem ein bisschen verteilte sich am Sonntag auf die Schwarz-Gelben, die beim Aufsteiger gut aus den Startlöchern kamen und eigentlich schön früh den Grundstein zum dritten Sieg in Folge hätten legen können.

 

Die Wanne-Eickeler begannen druckvoll, hatten durch Tugrul Aydin bereits nach drei Minuten einen Lattenkracher zu verzeichnen und gingen durch eben diesen Aydin nur vier Minuten später auch in Führung. Neuzugang Harun Celebi hatte den schönen Pass gespielt, den Rest erledigte der diesmal in vorderster Front spielende Aydin im Alleingang. Kurze Zeit später zog Semih Esen zweimal aus etwa 16 Metern ab, beide Male fehlten nur wenige Zentimeter.

Dann stellte sich aber das Pech ein: Tim Franken verletzte sich, musste mit Verdacht auf Meniskusriss die Innenverteidigung verlassen, seine Stelle nahm Leo Bazylin ein, und während die Wanner Abwehr sich noch neu sortieren musste, erzielte Schattling den Ausgleich.

„Danach haben wir etwas den Faden verloren, fast nur noch hohe Bälle gespielt. Das war so nicht vorgesehen“, sagte Stroetzel, der sein Team in der Halbzeitansprache aber wieder auf Kurs brachte. Mit Beginn des zweiten Durchgangs übernahmen die Schwarz-Gelben wieder klar das Kommando. „Wir hatten das Spiel voll im Griff. Für mich war es nur eine Frage der Zeit, wann wir das zweite Tor machen würden“, so der DSC-Trainer.

Dann aber die Panne: In der 70. Minute eine Ecke für Iserlohn, per Kopfball auf den zweiten Pfosten verlängert, und da stand sträflich ungedeckt Nweke, der zum 2:1 für die Gastgeber vollendete.

Der DSC drängte sofort auf den Ausgleich, wurde dann aber durch den Platzverweis für Enes Kaya I (76.) ausgebremst, der sich auf eine „Schubserei“ mit einem Gegner eingelassen hatte. Nicht nur diese Rote Karte brachte Martin Stroetzel gegenüber Schiedsrichter Jonathan Lautz in Rage: „Er hat schon vorher überwiegend gegen uns gepfiffen.“

In Unterzahl warfen die Schwarz-Gelben noch einmal alles nach vorne und kassierten in der letzten Minute den Konter zum 1:3. Die Pleite war perfekt. 

Tore: 0:1 (7.) Aydin, 1:1 (16.) Schattling, 2:1 (70.) Nweke, 3:1 (90.) Jeger.

DSC: Kurz - Basol, Franken (14. Bazylin), Nolte, Cetinkaya - Tomascheski (81. Westphal), Sazoglu, Esen, Kaya I - Aydin, Celebi (62. Kaya II).

Rote Karte: Enes Kaya I (76.).

Quelle: derwesten.de / Uwe Ross
Foto: Josef Wronski Wäsche 

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