Letztes Aufgebot unterliegt klar

Viele Hunde sind des Hasen Tod: Diese Erfahrung muss in dieser Situation DSC-Flügelspieler Tugrul Aydin machen, der von mehreren Dortmundern gestellt wird.

DSC Wanne-Eickel - ASC 09 Dortmund 1:4 (0:2)

Fast mit dem letzten Aufgebot ging der DSC in das Spiel gegen den Tabellendritten. Ganze 14 Spieler umfasste der Kader, und so hatten die drei Ersatzleute reichlich Platz auf der Bank.

 

Sie mussten schon früh mit ansehen, wie ihr Team in Rückstand geriet. Nach einer scharf herein gegebenen Ecke des Standardspezialisten Christian Werner stieg Marius Nolte bedrängt von zwei ASC-Angreifern zum Kopfball hoch und ließ weder denen noch seinem eigenen Torwart eine Chance an den Ball zu kommen, der aus kurzer Distanz in der kurzen Ecke einschlug.. In den nächsten 20 Minuten lief beim DSC gar nichts mehr zusammen, doch auch die Gäste brachten außer ein paar gefährlichen Situationen nach Ecken und Freistößen nicht viel zustande.

Nach einer halben Stunde lief der Ball dann etwas flüssiger durch die Reihen der Schwarz-Gelben, ohne dass es allerdings zu einer echten Torchance kam. Das lag vor allem am fehlenden Flügelspiel der Gastgeber, bei denen auf der linken Seite Tugrul Aydin ein ums andere Mal ins Abseits lief und Tim Helwig auf rechts fast gar nicht stattfand.

Als sich schon alle Beteiligten mit dem 0:1 zur Pause abgefunden hatten, bekamen die Gäste Sekunden vor dem Halbzeitpfiff noch einen Freistoß zugesprochen und ihr Bester, Christian Werner, eine erneute Gelegenheit, seine überragende Schusstechnik zu demonstrieren. Das tat er, indem er aus 28 Metern den Ball per Vollspann in den Winkel beförderte.

Wer jetzt glaubte, der DSC würde in der zweiten Hälfte völlig zusammenbrechen, sah sich allerdings getäuscht. Die Mannschaft stand jetzt höher in der Abwehr, gewann mehr Zweikämpfe und ließ sich sogar durch das 0:3 durch Heinze (58.) nach einer kurzen Ecke nicht entmutigen. Vielleicht wäre noch etwas möglich gewesen, wenn Sven Jubt und Semih Esen fünf Minuten später nicht in Koproduktion eine Riesenchance versemmelt und der Schiedsrichter drei Minuten nach dem Anschlusstreffer durch Jubt (83.) dem DSC nicht noch einen klaren Elfmeter verweigert hätte. So mussten die Wanne-Eickeler sogar noch das 1:4 in der Nachspielzeit hinnehmen, bei dem Unglücksrabe Marius Nolte ohne eigenes Verschulden wieder als letzter am Ball war.

Der Kommentar von Martin Stroetzel fiel danach nüchtern aus: „In unserer derzeitigen Situation war eine Mannschaft wie der ASC 09 heute einfach zu stark für uns.“

Tore: 0:1 (7.) Eigentor Nolte, 0:2 (45.) Werner, 0:3 (58.) Heinze, 1:3 (83. Jubt), 1:4 (90.) Eigentor Nolte.

DSC: Cleves - Basol, Nolte, Bazylin, Cetinkaya - Franken (79. Oberc), Stöhr - Helwig (79. Kühn), Esen, Aydin - Jubt.

Quelle: derwesten.de / Uwe Eulig
Foto: Joachim Haenisch

Zusammen für den DSC – Gemeinsam für Wanne-Eickel!