Später Elfmeter kostet den DSC einen Punkt

Vergeblich mühten sich Tim Helwig (gelb) und seine Kollegen um zumindest einen Punkt.

SpVg. Holzwickede - DSC Wanne-Eickel 1:0 (0:0)

Der Saisonstart – oder schon die ganze Saison? – ist verpatzt, der Fahrstuhl rauscht in den Keller, und selbst Trainer Martin Stroetzel findet die Notbremse nicht: Beim DSC Wanne-Eickel geht momentan wenig zusammen.

Keine zwei Wochen nach dem 4:2-Erfolg in Brünninghausen, der die Wende zum Guten markieren sollte, findet sich der DSC da wieder, wo er sich nie mehr sehen wollte: Im Keller der Westfalenliga, nur ein Pünktchen entfernt von einem Abstiegsplatz. Bitter.

Bitter auch deshalb, weil sich die Wanne-Eickeler selbst in diese missliche Lage hinein manövriert haben. Sicher, ihnen läuft seit Monaten das Verletzungspech nach. Kurzfristig meldete sich auch Tino Westphal mit einem Infekt ab. Ein anderer Leistungsträger, Tugrul Aydin, hatte sich am Sonntag durch eine unnötige Ampelkarte selbst aus dem Spiel genommen.

Daraus hätte man schlau werden können. Doch das Gegenteil war der Fall. Gerade eine halbe Stunde war gespielt, da touchierte ein Einwurf des als Hitzkopf bekannten Samed Sazoglu das Gesicht eines Holzwickeders, der sich direkt vor ihm aufgebaut hatte, und der Schiedsrichter ahndete die Unsportlichkeit mit Rot. Wieder war der DSC in Unterzahl und hatte einem Gegner in die Karten gespielt, den auch eine Wanner Rumpf-Elf hätte bezwingen können.

Aber eine Rumpf-Zehn? Auch das war möglich. Zwar zog sich der Gast in Unterzahl notgedrungen zurück und gab das Mittelfeld preis, doch die Platzherren wussten damit wenig anzufangen. „Wir haben fast nichts zugelassen“, meinte Martin Stroetzel, der auf der anderen Seite vier, fünf Chancen notierte, die dicksten durch Sven Jubt (10.) und Tim Oberc (63.). Beide blieben ungenutzt, und so quälte sich das schwache Spiel einem 0:0 entgegen. Bis Oberc kurz vor Schluss arg ungestüm einstieg und Holzwickede einen Elfmeter schenkte. Und Gastgeschenke lehnt man ja nicht ab. „Aus dem Spiel heraus hätte Holzwickede nie ein Tor gemacht“, war Stroetzel bedient.

Dass seine Jungs am Sonntag den Absturz stoppen, kann der Trainer nur hoffen. Wirklich überzeugt ist er davon nicht. Denn der ASC 09 Dortmund, der um 15 Uhr in der Mondpalast-Arena gastiert, hat als Tabellendritter seine Qualität längst nachgewiesen. Nicht nur wegen Ex-BVB-Profi Francis Bugri sei das eine Klasse-Truppe, findet Stroetzel. „Gegen die zu punkten, wird in unserer personellen Situation definitiv ganz schwer.“ Hilfreich wäre es sicher, wenn der DSC mal wieder ein Spiel zu Elft beenden könnte.

Tor: 1:0 (86.) Grasteit (Foulelfmeter).

DSC: Cleves - Basol, Bazylin, Nolte, Cetinkaya - Sazoglu, Franken - Helwig, Esen, Oberc (86. Doric) - Jubt.

Rote Karte: Sazoglu (DSC/33.).

Quelle: derwesten.de / Wolfgang Volmer
Foto: Joachim Haenisch

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