DSC triumphiert beim Vizemeister


Ein Traumtor erzielte Linksaußen Semih Esen (Mitte).

FC Brünninghausen - DSC Wanne-Eickel 2:4 (2:1)

So langsam kommt der DSC Wanne-Eickel richtig in Schwung. Eine Woche, nachdem sie Spitzenreiter Marl-Hüls die ersten Punkte abknöpfte, spuckte die Stroetzel-Elf einem zweiten Aufstiegskandidaten kräftig in die Suppe. Mit dem hart erkämpften, aufgrund einer starken zweiten Hälfte aber verdienten 4:2-Sieg beim letztjährigen Vizemeister untermauerten die Schwarz-Gelben ihren Anspruch, selbst im oberen Tabellendrittel mitzumischen.

„Klar war das ein eminent wichtiger Sieg. Wir können auch die Tabelle lesen“, atmete DSC-Trainer Martin Stroetzel nach diesem Paukenschlag erleichtert auf. Seine Pausenpredigt hatte gefruchtet.

Mit dem Auftritt in der ersten Hälfte war Stroetzel nämlich ganz und gar nicht einverstanden. Zwar legte seine Elf durch Tugrul Aydins 16m-Flachschuss ein frühes Tor vor, aber statt dadurch Sicherheit zu gewinnen, präsentierten sich die Gäste in der Folge fahrlässig und zweikampfschwach. Die Strafe ließ nicht lange auf sich warten. Als die DSC-Abwehr einen Eckball durchrutschen ließ, schob Kamrath aus kurzer Distanz zum 1:1 ein, zwei Minuten später ließ die in dieser Phase völlig indisponierte Wanner Deckung Torjäger Gondrum am zweiten Pfosten sträflich ungedeckt, so dass Manuel Cleves erneut machtlos war.

„Zum Glück haben wir uns mit diesem 1:2 irgendwie in die Halbzeit gerettet“, sah Stroetzel noch so manche brenzlige Situation vor dem DSC-Gehäuse. In der Kabine redete er dann Klartext, brachte zudem Tino Westphal für Leo Bazylin und sah danach einen ganz anders auftretenden DSC. Viel robuster und aggressiver gingen die Gäste nun zur Sache, zeigten auch im Abschluss endlich die bislang so vermisste Kaltschnäuzigkeit. Aus spitzem Winkel traf Seyhan Cetinkaya zum 2:2 (55.), sechs Minuten später bewies Sven Jubt, dass ihm in der gut halbjährigen Verletzungspause sein Torriecher nicht abhanden gekommen ist. „Das freut mich ganz besonders“, so Stroetzel.

Die Platzherren steckten diesen Doppelschlag aber weg und drückten weiter mächtig aufs Tempo. Es entwickelte sich eine rassige, hochklassige Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Ein Traumtor von Semih Esen, der mit Tugrul Aydin die komplette FCB-Abwehr austanzte und dieses Kabinettstückchen mit einem satten Schuss veredelte, brachte schließlich die Entscheidung. „Was für ein geiles Tor“, schwärmte Stroetzel. So darf es weiter gehen.

Tore:
0:1 (5.) Aydin, 1:1 (17.) Kamrath, 2:1 (19.) Gondrum, 2:2 (55.) Cetinkaya, 2:3 (61.) Jubt, 2:4 (80.) Esen.

 

DSC: Cleves - Basol, Franken, Bazylin (46. Westphal), Cetinkaya - Stöhr, Tomaschewski (60. Sazoglu) - Aydin, Doric, Esen - Jubt (72. Helwig).

 

Quelle: derwesten.de / Wolfgang Volmer
Foto: Martin Kerstan

 

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