DSC ärgert den Spitzenreiter

Tugrul Aydin (r.) brachte den DSC Wanne-Eickel in Führung.

Die bis dahin „weiße Weste“ des Spitzenreiters hat die ersten Flecken erhalten. Dafür sorgte gestern Nachmittag der DSC Wanne-Eickel, der den mit zwölf Punkten aus vier Spielen optimal gestarteten TSV Marl-Hüls beim 1:1-Unentschieden am Rande einer Niederlage hatte.

 DSC Wanne-Eickel - TSV Marl-Hüls 1:1 (0:0)

 

Die bis dahin „weiße Weste“ des Spitzenreiters hat die ersten Flecken erhalten. Dafür sorgte gestern Nachmittag der DSC Wanne-Eickel, der den mit zwölf Punkten aus vier Spielen optimal gestarteten TSV Marl-Hüls am Rande einer Niederlage hatte. Die verhinderte letztlich TSV-Goalgetter Christian Erwig (79.), der nur vier Minuten nach der Führung durch Tugrul Aydin zum Endstand traf. 

In einem intensiven und kampfbetonten Spiel zeigte sich der DSC gegen den Meisterschaftsfavoriten jederzeit auf Augenhöhe. Und das, obwohl die Schwarz-Gelben vor der Begegnung wieder mal personelle Rückschläge wegzustecken hatten. So musste Trainer Martin Stroetzel wider Erwarten erneut auf Kenan Doric verzichten, der nach seiner sechswöchigen Sperre eigentlich wieder die Offensive beleben sollte.

„Zum Glück haben wir noch mal bei der Kreisspruchkammer nachgefragt und dort erfahren, dass Doric noch einschließlich des Sonntags gesperrt ist. Die ganze Sache ist schon ziemlich undurchsichtig“, erklärte Martin Haas, 2. Vorsitzender des DSC. Neben Doric fehlten auch Enes Kaya I und Tino Westphal, und beim Aufwärmen verletzte sich auch noch Schlussmann David Scholka, der durch den jungen Manuel Cleves ersetzt wurde. In der Innenverteidigung standen Tim Franken und Leonid Bazylin, so dass Stroetzel sich im zentralen Abwehrbereich mehr auf jugendlichen Tatendrang als auf Erfahrung verlassen musste. 

Aber die Defensive des DSC ließ insgesamt nicht viel anbrennen. Im ersten Durchgang neutralisierten sich beide Mannschaften, Strafraumaktionen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Lediglich bei Standardsituationen wurde es mal gefährlich. So bereits in der 2. Spielminute, als Seyhan Cetinkaya TSV-Schlussmann André Bley mit einem Freistoß aus 20 Metern prüfte. Auf der anderen Seite war es Christian Erwig, der ebenfalls per Freistoß aus 24 Metern nur den Außenpfosten traf (27.).

Im zweiten Durchgang erspielte sich der Spitzenreiter ein leichtes Übergewicht, aber die Distanzversuche von Nico Ballschmiede (48.) und Torsten Stondzik (50.) gingen mehr oder minder deutlich am Wanner Gehäuse vorbei. Wesentlich gefährlicher war da schon der Kopfball des aufgerückten Kai von der Gathen aus sechs Metern, den Cleves mit einem tollen Reflex über die Querlatte lenkt (58.).

Auch Tim Helwig versuchte sich mit dem Kopf (62.), zielte nach einem Freistoß von Mathias Tomaschewski aber deutlich über die Latte. Eine Viertelstunde vor Schluss hatte dann Tugrul Aydin seinen großen Auftritt. Am linken Strafraumeck setzte er sich gegen den körperlich deutlich robusteren von der Gathen durch, zog nach innen und vollendete zur umjubelten Wanner Führung. Die Freude währte allerdings nur vier Minuten. Nach einer weiten Flanke aus dem Anstoßkreis rutschte Cleves bei dem Versuch aus, den Ball abzufangen, und der völlig freistehende Erwig vollstreckte zum Ausgleich. Der TSV drängte danach auf den Siegtreffer, aber Ertan Temel scheiterte sowohl mit dem Fuß (82.) wie auch mit dem Kopf (85.).

Tore: 1:0 (75.) Aydin, 1:1 (79.). 

DSC: Cleves - Basol, Franken, Bazylin, Cetinkaya - Stöhr, Sazoglu - Aydin, Tomaschewski, (90. Oberc) Esen - Helwig (84. Kaya II).

Quelle: derwesten.de / Uwe Ross 
Foto: Michael Korte

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