KREISPOKAL: DSC Wanne-Eickel muss sich lange in Geduld üben


Sportfreunde-Kapitän Maik Stocker (l.) und Julian Stöhr vom DSC.

Erst durch späte Tore von Semih Esen (2) und Tim Oberc setzte sich Westfalenligist DSC Wanne-Eickel in der 2. Runde des Kreispokals mit 3:0 beim A-Ligisten Sportfreunde Wanne durch.

Sportfreunde Wanne - DSC Wanne-Eickel 0:3 (0:0)

 

Die Personallage bei den Sportfreunden Wanne war schon prekär. Wichtige Stammspieler fehlten dem A-Ligisten, dafür sprangen gleich mehrere Akteure ein, die aufgrund verschiedener Blessuren oder Trainingsrückstands unter normalen Umständen gar nicht hätten auflaufen dürfen. Aber auch mit dem letzten Aufgebot zog sich das Team von Trainer Serhat Hakan gegen den drei Klassen höher spielenden Westfalenligisten DSC Wanne-Eickel mehr als achtbar aus der Affäre.

„Respekt ja, aber Angst hatten wir nicht“, sagte Hakan, der gegen den Lokalrivalen auf ein offensives 4-4-2-System gesetzt hatte. „Wir wollten zeigen, dass auch in der Kreisliga A Systemfußball gespielt werden kann. Und bis zur 80. Minute haben wir auch sehr gut mitgehalten. Ich kann der gesamten Mannschaft nur ein Riesenkompliment aussprechen“, so Hakan.

Erst Esen bricht den Bann
Sein Trainerkollege Martin Stroetzel sah zwar „Einbahnstraßenfußball“ seiner Mannschaft, die sich aber nur wenige zwingende Möglichkeiten erarbeiten konnte. Die beiden besten Chancen in der ersten Halbzeit vergaben Enes Kaya und Tugrul Aydin. „Der Gegner stand schon ziemlich defensiv. Aber wir haben uns auch mit dem für uns ungewohnten Ascheplatz schwer getan“, führte Stroetzel als Erklärungen an. Bis zur Halbzeitpause war das Konzept der Sportfreunde, so lange wie möglich die Null zu halten, jedenfalls aufgegangen.

Auch im zweiten Durchgang hatte der Westfalenligist erwartungsgemäß deutlich mehr Spielanteile, während die Gastgeber mit viel Einsatz und Kampf um jeden Ball dagegenhielten.

„Am Ende hatten wir den Gegner aber müde gespielt“, sagte Stroetzel, dessen Team erst in der 81. Minute durch den Treffer von Semih Esen auf die Siegerstraße einbog. SF-Coach Serhat Hakan versuchte noch einmal alles, um doch noch für eine Sensation zu sorgen. Hinten stellte er auf eine Dreierkette um, vorne versuchten es die Sportfreunde zum Ende der Partie sogar mit vier Angreifern. Die sich dadurch ergebenden Räume nutzte der Westfalenligist aber eiskalt aus. Esen sorgte in der 88. Minute mit seinem zweiten Treffer für die endgültige Entscheidung, in der Nachspielzeit besorgte Tim Oberc den 3:0-Endstand.

Tore: 0:1 (81.) Esen, 0:2 (88.) Esen, 0:3 (90.+1) Oberc.

DSC: Cleves - Avci (67. Basol), Bazylin, Westphal, Cetinkaya - Aydin, Stöhr, Tomaschewski, Esen - Kaya, Helwig (60. Oberc).

Quelle: derwesten.de / Uwe Ross 
Foto: Klaus Pollkläsener

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