Cranger-Kirmes-Cup: DSC fordert Titelverteidiger heraus


Im Endspiel am Samstag treffen die SpVg. Erkenschwick und der DSC Wanne-Eickel mit Julian Stöhr (r.) zum zweiten Mal im Turnierverlauf aufeinander.

Westfalia Herne gegen DSC Wanne-Eickel: Mehr geht nicht im Herner Fußball. Für viele Fußballfreunde in der Stadt mag das große Derby im Halbfinale am Donnerstag schon der Höhepunkt des 14. Cranger-Kirmes-Cups gewesen sein, auch wenn das Spielniveau überschaubar war.
Aber vielleicht behält sich ja auch dieses Turnier das Beste bis zuletzt auf. Im Endspiel treffen am Samstag um 18 Uhr mit der SpVg Erkenschwick und dem DSC Wanne-Eickel jedenfalls die Teams aufeinander, die spielerisch bislang am meisten zu bieten hatten. Und weil der Sieger satte 3000 Euro abschleppt, der Verlierer aber nur ein Drittel davon, werden die Spieler auch richtig Gas geben und die letzten Körner investieren. Bei Temperaturen um die 25 Grad, wie sie für Samstag angekündigt sind, sollte sich ein Besuch im Sodinger Glückauf-Stadion durchaus lohnen.

Spiel um Platz 3: Westfalia Herne - Fortuna Herne (Sa., 16 Uhr). Auch diese Partie dürfte schon etliche Zuschauer zum Holzplatz locken. Allerdings treffen die beiden Teams jetzt schon zum dritten Mal binnen drei Wochen aufeinander. Fiel der 5:1-Sieg des SCW im ersten Vorbereitungsspiel schon etwas hoch aus, so war die Fortuna beim 0:1 in der Vorrunde dem Oberligisten nach Ansicht vieler Beobachter absolut ebenbürtig.

Ein Selbstläufer wird also auch diese Begegnung nicht für die Westfalia, zumal derzeit etliche Leistungsträger fehlen. Probleme hat Trainer Jörg Silberbach vor allem auf der linken Abwehrseite, wo es zu den Urlaubern Robin Gallus und Mustafa Kaya wenig Alternativen gibt. Offensiv wird besonders Marc Schröter vermisst, der mit seiner Dynamik den Strafraumstürmer Denis Omerbegovic ideal ergänzen könnte. Trotz dieser Ausfälle und einiger Blessuren sollte der SCW aber die Prämie von 750 Euro einspielen, zumal auch Fortunen-Trainer Ede Demps mit einem dezimierten Kader auskommen muss.

Endspiel: SpVg. Erkenschwick - DSC Wanne-Eickel (Sa., 18 Uhr).
Beide Finalisten standen sich schon in der Vorrunde gegenüber und trennten sich nach einer rassigen Partie mit 3:3. Eng dürfte es auch im heutigen Aufeinandertreffen werden. Für etliche Spieler ist es der fünfte Einsatz binnen acht Tagen – angesichts der Hitze ein echter Schlauch. Beide Trainer haben im Turnier wenig gewechselt, weil ihnen nur ein kleiner Kader zur Verfügung stand. Vielleicht hat deshalb die Mannschaft einen kleinen Vorteil, die mehr frische Leute nachschieben kann.

Der DSC konnte bislang vor allem offensiv gefallen und spielte sich über seine technisch starken Außen zahlreiche Chancen heraus. Zu bemängeln war bisher die Abschlussschwäche, während die Abstimmungsprobleme in der Innenverteidigung nach und nach abgestellt wurden. Viele Fehler darf sich die DSC-Abwehr auch gegen Topstürmer wie Sebastian Westerhoff oder Stefan Oerterer nicht erlauben, wenn der Traum vom ersten Triumph im Cranger-Kirmes-Cup Realität werden soll.


Quelle: derwesten.de / Wolfgang Volmer
Foto: Joachim Haenisch

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