Stroetzel sieht ideale Bedingungen


Er war in Schermbeck eine Institution, er war König. Die Rede ist von Martin Stroetzel. Der jetzige Trainer des DSC Wanne war Schützenkönig einer der ältesten Schützengilden im ganzen Land und 15 Jahre Trainer des SV Schermbeck. Zehn Jahre dieser nach heutigen Maßstäben ewigen Dienstzeit spielte Stroetzel mit seinen Jungs in der Oberliga oder NRW-Liga. Wie empfindet der Mann seinen neuen Verein und was lässt das Feuer der Fußball-Leidenschaft weiter in ihm lodern? Die Antwort ist ganz einfach: Fußball.
„Die Bedingungen sind für mich beim DSC einfach gut. Ein Vorstand , der klare Ideen hat und der kein Zweifel daran gelassen hat, dass eine schwere Aufgabe auf mich wartet. Daran werde ich mich messen lassen“, sagt Martin Stroetzel. An anderer Stelle hieß es einmal, Stroetzel kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Diese Aussage ist so richtig. Fast jedenfalls, denn geboren wurde der Fußball-Freak Martin Stroetzel nicht im Ruhrgebiet, sondern im herben Ost-Friesland. „Ich stamme aus Heide-Holstein, aber im Alter von vier Jahren bin ich in den Pott gekommen und ich habe hier alle mitgemacht, was man als echter Ruhrgebietler erlebt haben muss. Nach der Schlosserlehre habe unter Tage gearbeitet und vor allen Dingen habe ich Fußball gespielt. Der Fußball hat mir dann auch neue Möglichkeiten aufgezeigt, die ich genutzt habe. Ich kehre jetzt zurück und das ist auch gut so“, so Stroetzel. Natürlich ist da die Erinnerung von 15 erfolgreichen Jahren als Macher des Schermbecker Fußballs, die Martin Stroetzel irgendwie definieren.

„Schermbeck ist eine wichtige Station, aber die ist jetzt hinter mir. Die haben einen neuen Trainer und ich wünsche ihm fair und sportlich alles Gute. Mein Ding ist jetzt der DSC und darum dreht sich jetzt mein Fußballherz“, sagt Stroetzel, der die Bedingungen beim DSC so vorfindet, wie er sie sich in Schermbeck so manches mal gewünscht hat. „Schermbeck hat da manchmal seinen ganz eigenen Charme, den ich allerdings nicht unbedingt vermisse“, so Stroetzel, der jetzt die Ärmel aufkrempelt und bereit ist, zu malochen.

„Die ganzen Umstände hier bewegen auch mich und wer mich kennt, der weiß, dass ich lieber Ergebnisse liefere als Versprechungen. Deshalb lasse ich mich jetzt auch nicht auf irgendwelche Prognosen festnageln. Fakt ist, dass ein hochmotiviertes Team aus Spielern und Vorstand am Start ist und da passe ich, glaube ich jeden falls, richtig gut dazu“, sagt Martin Sroetzel, der jetzt die Zeit bis zum Anpfiff in der Rückrunde nutzen wird, um mit seinen DSC- Jungs die Hebel auf Vollgas zu stellen.

Quelle: Der Westen / Jo Gernoth
Foto: Peter Kehrle