Hordel kommt zum Nachbarschaftsduell

Ein Blick auf die Tabelle prophezeit in Wanne-Eickel am Sonntag eine einseitige Partie. Um 14.30 Uhr empfängt nämlich der DSC als Tabellenletzter den zweitplatzierten DJK TuS Hordel in der Mondpalastarena. Doch Anhänger der Wanne-Eickeler dürfen trotzdem hoffen, dass ihre Mannschaft etwas Zählbares zu Hause behält. Zum einen, weil die Elf von Trainer Jürgen Wielert aus den letzten drei Spielen fünf ihrer acht Punkte eingefahren hat; zum anderen, weil der Trainer selbst zu verstehen gibt: „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen.“

Also auch der Letzte den Zweiten? „Wir sind seit drei Spielen ungeschlagen. Ob Hordel zur Spitzengruppe gehört oder nicht; wenn wir unten rauskommen wollen, müssen wir gewinnen“, sagt Wielert.

Dass Hordel zu den besten Mannschaften der Liga gehört, ist unumstritten. Drei Mal so viele Punkte wie der DSC hat das Team von Trainer Frank Wagener bisher auf dem Konto. Außerdem stellt der Gast mit 32 geschossenen Toren die zweitbeste Offensive der Liga. Für zwölf davon zeigte sich alleine Stürmer Dawid Ginczek verantwortlich. Damit ist er der ärgste Verfolger von Brünninghausens Top-Torjäger Florian Gondrum. Immerhin noch fünftbester Torschütze der Liga ist Hordels Alexander Wagner mit sechs Treffern.

Gegen die offensivstarke Mannschaft aus der Nachbarstadt erwartet DSC-Trainer Wielert ein „intensives und offenes Spiel“. Die junge Hordeler Mannschaft, die schon seit längeren Jahren zusammenspielt, hat in der Liga bisher sieben ihrer 13 Spiele gewinnen können. Geschlossen muss die DSC-Truppe also auftreten, wenn sie im Nachbarschaftsduell punkten will. Die Chancen besser nutzen, wenn gar ein Sieg rausspringen soll.

Dass es in den letzten beiden Spielen nämlich nur zu zwei Unentschieden gereicht hat, lag zum Großteil an der schlechten Torausbeute. Und das ärgert den Trainer noch immer: „Wir haben zu viele Chancen vergeben und insgesamt vier Punkte liegen gelassen.“ Gerade deshalb wäre ein Sieg gegen Hordel Gold wert. Dann könnte man auch einigermaßen beruhigt am kommenden Freitag beim ebenfalls abstiegsbedrohten TuS Erndtebrück antreten.

Bis auf Matthias Tomaschewski, der erst langsam ins Lauftraining eingestiegen ist, und Marvin Schulz, der sich im Spiel gegen Wattenscheid 08 eine Bänder-Verletzung im Fußgelenk zugezogen hat, kann Jürgen Wielert auf seinen gesamten Kader zurückgreifen.

Quelle: Der Westen / Thimo Mallon

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