Für Wielert zählen nur noch die Ergebnisse

Langsam gerät der DSC Wanne-Eickel unter Zugzwang: Will er nicht im kalten Keller der Westfalenliga überwintern, sollte er im Herbst noch einige Pünktchen einfahren. Am besten schon drei am Sonntag, wenn der SV Hohenlimburg in der Mondpalastarena aufkreuzt.

 

Langsam gerät der DSC Wanne-Eickel unter Zugzwang: Will er nicht im kalten Keller der Westfalenliga überwintern, sollte er im Herbst noch einige Pünktchen einfahren. Am besten schon drei am Sonntag, wenn der SV Hohenlimburg in der Mondpalastarena aufkreuzt.

Niemand beim DSC Wanne-Eickel schaut gerne auf die Tabelle in diesen Wochen. Drei magere Pünktchen stehen da auf dem Konto. Auch im vorgezogenen Spiel gegen Spitzenreiter Brünninghausen am Feiertag unter der Woche war für das Team von Trainer Jürgen Wielert nichts zu holen. Zwei der vier Gegentore fielen nach dicken Böcken im Aufbauspiel. Auch den Trainer wurmte das. „Mit solchen Fehlern kann man kein Spiel gewinnen“, ärgerte sich Wielert.

Im Heimspiel gegen den SV Hohenlimburg sollten solche Patzer morgen ab 15 Uhr also ausbleiben. Denn da ist ein Sieg fast schon Pflicht, will der DSC nicht gänzlich den Anschluss verlieren. Schließlich haben die Wanne-Eickeler schon eine Partie mehr gespielt als der Rest der Kellerkinder. „Wir wollen die drei Punkte einfahren. Dafür werden wir alles geben“, sagt Wielert. Er hat genug von Spielen, in denen seine Mannschaft überlegen war, mehr Spielanteile hatte, am Ende aber trotzdem mit leeren Händen dastand. Ab jetzt zählt nur noch das Ergebnis. „Wir müssen 90 Minuten lang ackern, rennen und Gras fressen; und vor allem zeigen, dass wir ein Team sind“, so der Trainer.

Der SV Hohenlimburg reist mit vier Niederlagen im Gepäck zur Mondpalastarena. Nach zwei Siegen und einem Unentschieden gab es zuletzt einen Monat lang keinen Punkt für die Hagener. Die Negativserie war so bitter, dass Trainer Roland Golombeck am Dienstag das Handtuch warf. „Er hat für sich entschieden, dass er der Mannschaft nicht mehr helfen kann“, bestätigte Manager Michael Stahl den Rücktritt des Trainers. Die Gäste reisen nun mit Co-Trainer Sezgin Aydin als Hauptverantwortlichem an. Ihren Siegeshunger wird das nicht bremsen, eher verstärken. Denn auch der SVH will die Kellerregion schnellstmöglich wieder verlassen.

Der DSC bräuchte zwar noch einige Spieltage, bis er die Abstiegsränge verlassen kann, mit einem Sieg würde er aber die die rote Laterne wahrscheinlich an Mengede 08/20 weiterreichen. „Das wäre auch fürs Selbstvertrauen wichtig“, sagt Trainer Wielert. Dass Kapitän Zouhair Allali nach abgesessener Rotsperre wieder zur Mannschaft stößt und Jan Schmidt gegen Brünninghausen erstmals wieder über 90 Minuten spielen konnte, bezeichnet der Trainer als Lichtblick, wenngleich sich schon wieder neue Personalsorgen auftun.

Quelle: derwesten.de/Thimo Mallon
Foto: Michael Korte

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