Neue Zeitrechnung beim DSC


Der neue Kader des DSC Wanne-Eickel:
oben von links: Trainer Jürgen Wielert, Co-Trainer Vehbija Hodzic, Tim Oberc, Tim Franken, Jan Schmidt, Mathias Tomaschewski, Zouhair Allali, Betreuer Jürgen Wagner, Sportlicher Leiter Jörg Kowalski.
Mitte von links: Marvin Schulz, Safet Dzinic, Aldin Hodzic, Dennis Kruckow, Ümit Cavus, Semih Esen, Seyhan Cetinkaya, Leonid Bazylin, Hakki Kaya.
unten von links:  Kenan Doric, Burak Carkci, Tino Westphal, Marc Althoff, André Lindenblatt, David Scholka, Sven Jubt, Tugrul Aydin und Ismail Viran. 

Neue Töne in der Mondpalast-Arena, leisere Töne. Nach dem verpassten Oberligaaufstieg in der vergangenen Saison soll beim DSC Wanne-Eickel eine „neue Zeitrechnung“ beginnen, wie Martin Haas, 3. Vorsitzender, am Sonntag bei der Mannschaftsvorstellung der Schwarz-Gelben verkündete.

Die offizielle Zielsetzung des DSC für die Saison 2012/2013 hat der Vorstand gemeinsam verfasst, Haas verlas sie gestern: „Sollten wir von größeren Verletzungen verschont bleiben, erhoffen wir uns einen Tabellenplatz zwischen vier und sieben“, lautet die Kernaussage zum erhofften Abschneiden in der Westfalenliga.


Wichtig sei der Zusammenhalt im Team, nur so könne eine Einheit entstehen. „Wir sind der festen Ansicht, dass diese Mannschaft in Zukunft überraschen kann und wird. Für die neue Saison geben wir dem Trainerteam und der Mannschaft Zeit zur Entwicklung“, hieß es.


Der Umbruch beim DSC Wanne-Eickel fiel ziemlich radikal aus, zehn Spieler haben den Verein verlassen – einige auf eigenen Wunsch, andere, weil sie nicht mehr erwünscht waren. „Obwohl wir die halbe NRW-Liga geholt haben, war der Erfolg nicht da“, gestand der Sportliche Leiter Jörg Kowalski ein. Dass die vorherige Zusammenstellung des Kaders ein Missgriff war, machte auch Zouhair Allali noch einmal deutlich: „Mit der Truppe des letzten Jahres möchte ich nicht noch einmal zusammenspielen“, sagte der 30-Jährige, der eigentlich auch seinen Abschied geplant hatte. Zum Bleiben habe ihn letztlich die gute Arbeit des Trainergespanns Jürgen Wielert und Vehbija Hodzic bewogen. „Und natürlich, dass ein Neuanfang gestartet wurde“, fügte der derzeitige Interimskapitän an.

Gemeinsam mit Torwart André Lindenblatt (34) bildet Allali das „Alterspräsidium“. Ohne die Beiden wäre der Schnitt noch deutlich geringer als die aktuell 22,5 Jahre. „Die Mischung ist sehr, sehr gut, auch vom Alter her“, ist Cheftrainer Jürgen Wielert von seinem neuen Team überzeugt. Zu den routinierteren Neuzugängen zählen dabei in der Abwehr Tino Westphal (26) und im Mittelfeld die beiden 27-jährigen Mathias Tomaschewski und Kenan Doric, die auch bereits in höherklassigen Ligen Erfahrungen sammeln konnten. Für die „jungen Wilden“ stehen stellvertretend Co-Trainer-Sohn Aldin Hodzic und Semih Esen, der zuletzt unter Ex-Nationalspieler Dariusz Wosz in der U19 des VfL Bochum spielte. Und mit Hakki Kaya hat der DSC auch wieder ein Eigengewächs am Start, der wie zuletzt Leo Bazylin den Sprung in die „Erste“ schaffen will. Als letzten Neuzugang präsentierte der DSC am Sonntag noch einen 23-jährigen Mittelfeldspieler: Seyan Cetinkaya hielt sich zuletzt beim FC 96 Recklinghausen fit, wurde aber in der U17 und U19 des FC Schalke 04 ausgebildet und absolvierte auch eine Saison in der zweiten türkischen Liga.

Insgesamt also eine gute Mischung, auf die Jürgen Wielert bauen kann. Aber der Trainer will keineswegs Vorschusslorbeeren verteilen: „Wie stark das Team ist, zeigt sich erst, wenn es ernst wird.“

Quelle: Der Westen / Uwe Ross 

Foto: T.Fäller/DSC Wanne-Eickel e.V.

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