Am kommenden Sonntag wieder positive Zeichen setzen

Die letzten Spiele unserer Mannschaft waren sowohl von der Leistung als auch von der eingefahrenen Punktzahl her enttäuschend. Es gilt nun, in den letzten drei verbleibenden Ligaspielen, wieder positive Zeichen zu setzen und Spannung für das anstehende Pokalhalbfinale aufzubauen.

Unser Trainer Klaus Berge kommentiert seinen Ausblick auf das Gastspiel am Sonntag und den verbleibenden Saisonverlauf im heutigen Gespräch: “Mit den letzten Spielen bin ich nicht einverstanden gewesen. Dies habe ich gegenüber der Mannschaft in der letzten Woche auch unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. Dass einige Spieler, die zum Saisonende gehen wollen oder sollen, nicht mehr bis zur Schmerzgrenze gehen, kann ich bis zu einem gewissen Punkt verstehen. Ebenso, dass einige, auf Grund der nicht mehr zu erreichenden erhofften Saisonziele, in ein seelisch moralisches Loch fallen. Die Leistungen des letzten Spieles haben mein Verständnis jedoch in Mitleidenschaft gezogen. Mein Ehrgeiz ist ungebrochen und ich erwarte von der Mannschaft, dass sie mitzieht und diese Saison ordentlich zu Ende spielt. Wir haben noch drei Meisterschaftsspiele und ein Pokalspiel vor uns liegen. Das Pokalspiel zählt quasi doppelt. So gesehen stehen also noch fünf Begegnungen aus. In den nächsten Wochen entscheiden die Spieler, durch ihre Leistungen in den Spielen, wie in der Woche darauf das Training bezüglich Intensität und Häufigkeit aussieht. Von ihren Darbietungen in den nächsten Wochen machen sie auch ihre eigene Urlaubsplanung abhängig. Jeder Spieler hat zumindest einen Vertrag bis zum 30. Juni. Die Spieler haben es also, durch ihre Leistung in den kommenden Partien, selbst in der Hand, ob sie eher in Urlaub gehen können oder ob der Trainingsbetrieb bis zum 30.6. aufrechterhalten wird. Ich denke mir, dass es dadurch genug Motivationsanreize gibt um am Sonntag ein erfreuliches Ergebnis einzufahren.“

Mit Hinblick auf die kommende Saison gibt sich unser Trainer selbstkritisch und trennt sich von einer ursprünglichen, langfristig geplanten Konzeption: „Wir wollten eine jungen Mannschaft mit langfristiger Perspektive aufbauen, der wir die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln und langsam organisch zu wachsen. Wir wollten einen festen Stamm aufbauen, der langfristig zusammenbleibt, immer besser eingespielt ist und nur punktuell ergänzt wird so dass eine niedrige Fluktuation entsteht. Unsere Vision war es, dass  aus diesem Konzept eine Mannschaft entsteht, die uns in der Zukunft viel Freude bereiten sollte. Leider verlief die Entwicklung einiger Spieler nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Ferner mussten wir erkennen, dass unser Konzept für den Amateurbereich leider nicht umzusetzen ist. Einige Spieler, die wir gerne behalten und auf die wir gebaut hätten, haben uns aus beruflichen Gründen verlassen. Dadurch waren Teile unseres geplanten Stamms weggebrochen. Von daher hat sich meine Überzeugung bezüglich dieses Konzepts als nicht richtig, als nicht praktizierbar herausgestellt und ich habe meine Auffassung darüber geändert. Es ist nicht gelungen dieses Vorhaben umzusetzen. Ich kann die Leute verstehen, die jetzt diesbezüglich Kritik äußern. Sie haben Recht, wenn sie sagen, dass diese Ideologie gescheitert ist. Von daher trennen wir uns von diesem Konzept  und schlagen für die kommende Saison neue Pfade ein.“

Frei nach Konfuzius: „ Erfahrung ist wie eine Laterne am Rücken, Sie beleuchtet nur das Stück des Weges, das wir bereits hinter uns haben.“ Wollen wir aus der Vergangenheit lernen und aus den daraus resultierenden Konsequenzen neue Wege beschreiten.

 

DSC – Wir stehen für Wanne Eickel

MJ