Stroetzel hat die Qual der Spieler-Wahl beim DSC Wanne-Eickel

Sebastian Greitemann (li.) und der DSC Wanne-Eickel erwarten einen starken Gegner.

Der starke Tabellenfünfte aus Wickede ist am Sonntag in der Mondpalast-Arena zu Gast. DSC-Trainer Martin Stroetzel kann auf fast alle Akteure zurückgreifen und erwartet einen spielstarken Kontrahenten. Offensive muss effektiver werden.

 

Die neidischen Blicke vieler Trainerkollegen sind Martin Stroetzel in diesen Tagen wohl sicher. Der Coach des DSC Wanne-Eickel hat mit seiner Mannschaft in dieser Saison noch nicht verloren, steht nur einen Punkt hinter dem Tabellenführer. Die Verletzungssorgen machen bislang in dieser Spielzeit einen großen Bogen um die Mondpalast-Arena, so dass Stroetzel die Qual der Wahl hat. Auch am Sonntag wieder, wenn der Tabellenfünfte BV Westfalia Wickede sich um 15 Uhr in Wanne-Eickel vorstellt.
Doch bei aller positiven Stimmung hat Stroetzel auch Dinge ausgemacht, die ihm nicht in sein Erfolgskonzept passen. „Wir arbeiten defensiv sehr gut und haben erst fünf Gegentore zugelassen. Das passt aber nicht zu den vier Unentschieden bislang“, sagt er. 16 Tore hat seine Offensive bislang zustande gebracht. Kein schlechter, aber eben auch kein überragender Wert. „2,5 Tore im Schnitt pro Spiel sollten es am Ende schon sein“, sagt Stroetzel.

Nur Aydin in absoluter Bestform
Bislang hat aber nur Stürmer Tugrul Aydin seine absolute Bestform gefunden und entsprechend viele Tore erzielt. Sven Jubt und Alexander Nour kommen erst langsam in Schwung, wissen aber ganz genau, was ihr Trainer von ihnen erwartet. „Natürlich muss ich in dieser Situation ein bisschen Druck auf die Offensivspieler machen. Aber die Jungs wissen damit richtig umzugehen.“

Gegen Wickede wird aber auch die Defensive des DSC Wanne-Eickel auf eine harte Probe gestellt werden. Zuletzt zeigten die Wickeder gegen den TuS Erndtebrück II eine überzeugende Vorstellung beim 1:1-Unentschieden. Vor allem vor Markus Scherff hat Stroetzel seine Abwehrspieler gewarnt. „Wickede ist eine spielstarke Mannschaft, aber das ist gerade gut für uns.“ Denn immer, wenn der Gegner auch versucht, Fußball zu spielen und nicht nur auf das Zerstören des DSC-Spiels aus ist, zeigten die Wanne-Eickeler ihre stärksten Leistungen.

Umstellen muss der DSC-Trainer nur in der Abwehr. Nach seiner Roten Karte gegen Brünninghausen ist Co-Trainer Michael Baum für zwei Wochen gesperrt. In Dortmund zwang ihn ein Stürmer der Gastgeber geschickt zu einer Notbremse. Alle anderen Akteure müssen weiter auf ihren Einsatz warten. Die Stimmung im Team ist trotzdem gut. „Jeder muss sich in den Dienst der Mannschaft stellen und in jedem Training hart arbeiten. Die Jungs, die im Moment nicht spielen, müssen geduldig auf ihre Chance warten. Sie werden sie in dieser Saison noch bekommen und wir werden alle Spieler brauchen“, ist sich Stroetzel sicher. Und wenn die Personalsituation weiterhin so rosig bleibt, würde es ihn sicher auch nicht stören, weiter mit neidischen Blicken seiner Trainerkollegen zu leben.

Quelle: derwesten.de/Felix zur Nieden
Foto: Klaus Pollkläsener

 

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