Viele Optionen für Martin Stroetzel

Der Kader des DSC Wanne-Eickel wurde im Sommer komlplett umgebaut – das scheint sich auszuzahlen.

 

Zwei Siege, zwei Remis nach vier Spieltagen in der Verbandsliga – das ist eine ordentliche bis gute Ausbeute zum Saisonstart. Dabei überzeugten besonders die Neuzugänge, die Runderneuerung des Kaders im Sommer hat sich gelohnt – vorne wie hinten.

Abwehr
Schlaflose Nächte hatte Martin Stroetzel vergangene Saison wohl vor allem wegen seiner Viererkette – ständig musste er umbauen, aufgrund schwacher Leistungen, Sperren oder Verletzungen.

Am ersten Spieltag der neuen Saison ließ Martin Stroetzel noch Marius Nolte innen verteidigen, seit dem zweiten Spieltag ist Christian Melchner in der Innenverteidigung neben dem spielenden Co-Trainer Michael Baum gesetzt. Auf den Außenbahnen überzeugen Alexander Hahn und Sebastian Sommer nicht nur defensiv, sondern vor allem auch als Antreiber für die Offensive, Hahn erzielte zum Beispiel das 1:0 gegen Hombruch. Die aus vier Neuzugängen gebildete Verteidigung ist fußballerisch stark und hatte bisher in jedem Spiel die Lufthoheit. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Erst ein Gegentor aus vier Spielen.

Mittelfeld
Sebastian Greitemann und Stephen Lorenzen im zentralen Mittelfeld sind voll eingeschlagen – sie sind zweikampfstark, ballsicher, torgefährlich und als Duo eingespielt. Zurecht stellte Holzwickedes Coach Ingo Peter am Sonntag fest, dass die beiden Neuzugänge aus Sprockhövel bereits das Herz des DSC geworden sind.

Dazu stößt dann als dritter Mittelfeldspieler Patryk Niedzicki oder Mathias Tomaschewski – je nachdem, wie Martin Stroetzel seine Angriffsreihe aufstellt.

Angriff
Vier Spiele, drei Varianten: Martin Stroetzel hat in der Offensive die Qual der Wahl. gegen Erndtebrück startete er mit Tomaschewski als Zehner, Alex Nour und Patryk Niedzicki auf Außen, Tugrul Aydin im Sturmzentrum. Doch so fehlte dem DSC die Durchschlagskraft und Stroetzel baute um – auch weil Tomaschewski ausfiel.

Gegen Hombruch rückte Niedzicki ins Mittelfeld, Aydin auf Außen, Sven Jubt ins Sturmzentrum. Besonders die schnellen und technisch starken Außen Aydin und Nour machten mit der gegnerischen Defensive was sie wollten – Endstand 5:0. Eine Woche später gegen Marl-Hüls klappte diese Variante weniger gut. Erst als der eingewechselte Tomaschewski auf Niedzickis Platz im Mittelfeld rückte, schaffte der DSC es, den Favoriten unter Druck zu setzen – und erzielte den späten Ausgleich.

In Holzwickede am vergangenen Sonntag testete Stroetzel eine weitere Variante: Aydin spielte in der zentrale, Niedzicki rechts und Sven Jubt übernahm die Position, die seiner Rückennummer entspricht – die Zehn. Auch hier lief nicht alles rund. Als Spielmacher und Passgeber agierte Sven Jubt unglücklich, seine Stärken liegen im Strafraum. Zusätzlich beraubte der DSC sich so der „Waffe“ Aydin auf dem Flügel, wo er seine Schnelligkeit und Dribbelstärke noch viel besser ausspielen kann als in der Sturmspitze. Wenn er auf Außen ist, produziert er ständig Gefahr und erzeugt Torchancen – in der Mitte muss er viel mehr auf Vorlagen warten.

Fazit
Der Kader des DSC ist in der Breite und Spitze besser besetzt als in der vergangenen Saison, besonders im Angriff. Stroetzels Offensive ist schwer auszurechnen und flexibel, wenn das Spiel mal nicht läuft wie geplant. Zuletzt konnte der Trainer sich sogar den Luxus erlauben, Kapitän Mathias Tomaschewski nur als Joker einzusetzen. Sieben Neuzugänge sind absolute Stammspieler: Sommer, Melchner, Baum, Hahn, Greitemann, Lorenzen, Nour – die Verantwortlichen beim DSC scheinen im Sommer einiges richtig gemacht zu haben.

Quelle: derwesten.de/Philipp Ziser
Foto: Rainer Raffalski

 

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