Stroetzel: „Es ist schwer, uns zu schlagen“


Sebastian Greitemann gegen den TSV Marl-Hüls im Zweikampf. 

Der TSV Marl-Hüls ist die Übermannschaft der Westfalenliga, „ein großes Portemonnaie“, wie DSC-Wanne-Eickel-Trainer Stroetzel sagt, sorgt für hohoe Qualität im Kader. Die meisten Trainer wären mit einem Remis gegen dieses Team zufrieden – außer Stroetzel...

Was würde Martin Stroetzel tun, wenn man ihm ein Unentschieden seines DSC Wanne-Eickel gegen den TSV Marl-Hüls an bieten würde? „Würde ich nicht annehmen. Wir spielen zu Hause, wollen gewinnen. Unser Ziel ist ganz klar, den TSV Marl-Hüls zu schlagen.“

Dabei kennt er die Qualitäten des TSV nur allzu gut, hat die Marler in den letzten Wochen mehrmals gesehen, vor allem beim Cranger-Kirmes-Cup. Da standen sich DSC und TSV auch zuletzt gegenüber, im Finale, dass die Marler letztendlich mit 1:0 für sich entschiede. 

„Ein großes Porte­mon­naie“, so Stroetzel, zeichnet den TSV aus – und die mit einem teuren Kader einhergehende Klasse. „Da sind sieben oder acht Spieler, die schon Regionalliga gespielt haben, von Oberliga ganz zu schweigen. Auch in der Breite sind sie hervorragend besetzt.“

Muss Sven Jubt auf die Bank?

Prunkstück des TSV ist die Offensive: Sebastian Westerhoff kam im Sommer aus Erkenschwick, wo er die Spielvereinigung mit 15 Saisontoren auf den dritten Platz der Oberliga schoss. Sein kongenialer Sturmpartner ist Christian Erwig, der für Schalke 04 in der Bundesliga spielte und beim diesjährigen Cranger-Kirmes-Cup acht Tore erzielte. Stroetzel: „Sie sind der Favorit auf den Aufstieg, und das sagen sie ja auch ganz offen. Wir wissen also, was auf uns zukommt.“

Selbstbewusst schiebt er aber hinterher: „Wir müssen uns auch nicht kleinreden. Wir harmonieren gut, es ist schwer, uns zu schlagen. Wir wollen gewinnen.“ 

Trotz der unbestritten vorhandenen Klasse wurde der TSV seiner Favoritenrolle noch nicht gerecht. Sowohl in Iserlohn (2:2) als auch zu Hause gegen Erndtebrück (2:1) lag die Floßbach-Elf erst hinten, holte die Punkte dennoch. Vor dem DSC hat der TSV-Trainer Respekt: Martin Stroetzel wird seine Truppe richtig heiß machen“, ein „tolles Kampfspiel“ erwartet der Hülser Trainer, der von Verletzungssorgen geplagt wird.

Stroetzel dagegen kann auf den kompletten Kader zurückgreifen. Mathias Tomaschewski wird nach seinem Urlaub in den Kader zurückkehren, so dass Stroetzel ein Luxusproblem hat: Lässt er seinen Kapitän auf der Bank sitzen? Oder reißt er der die gegen Hombruch so entfesselt aufspielende Offensive auseinander, um seinen Kapitän zu in der Startelf zu bringen? 

Kandidaten für den Bankplatz wären in diesem Fall wohl Patrick Niedzicki (positionsgetreu) oder Sven Jubt (falls Stroetzel defensiver aufstellt). Greitemann, Lorenzen, Nour und Aydin sollten nach dem Hombruch-Spiel gesetzt sein.

Um den TSV zu schlagen, hofft Stroetzel auch auf die Unterstützung der Zuschauer: „Ich hoffe,d dass viele Zuschauer kommen und die schwarz-gelbe Flagge auf der Tribüne hochhalten. Der TSV wird sicherlich auch ein paar Anhänger mitbringen.“ 

Info:
Für die Betroffenen der Bombenentschärfung in Holsterhausen am Sonntag hat der DSC eine Überraschung. Da die angrenzende Sporthalle im Sportpark als Sammel- bzw. Notunterkunft am Sonntag dienen soll, haben alle Evakuierten freien Eintritt zum Topspiel.
Rund 10. 000 Personen sind von der Evakuierung betroffen.

Quelle: derwesten.de/Philipp Ziser
Foto: Martin Kerstan

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