Schwieriger Spagat für den DSC Wanne-Eickel


Schmorte zuletzt lange auf der Bank: Denis Omerbegovic (M.). Ob der Angreifer dieses Mal von Anfang an stürmen darf, wird Trainer Martin Strötzel entscheiden müssen.

Die Suppe haben sich die Westfalenliga-Kicker des DSC Wanne-Eickel selbst eingebrockt. Jetzt müssen die Schützlinge von Trainer Martin Strötzel sie auch selbst auslöffeln. Heißt: Sie müssen am morgigen Sonntag um 15 Uhr unbedingt das Heimspiel gegen den Abstiegs-Konkurrenten SW 08 Wattenscheid gewinnen.

 

„Wir haben uns das selbst so vorbereitet. Und das sehe ich nicht positiv“, sagt Strötzel. Er weiß, dass man in diese knifflige Situation überhaupt nicht hätte geraten müssen. Ja, wenn man immer so aufgetreten wäre, wie am vergangenen Spieltag beim ASC 09 Dortmund (1:1). Gegen den Spitzenreiter zeigten sich die Wanne-Eickeler von ihrer kämpferischen Seite. Da konnte es Strötzel auch verschmerzen, dass es „spielerisch nicht so gut lief wie sonst“. Der erfahrene Trainer weiß: Im Abstiegskampf gibt’s keinen Schönheitspreis zu gewinnen, da zählen Punkte. Und die gibt’s überwiegend über den Kampf. 

Endlich einmal auswärts gepunktet
„In Dortmund haben wir konsequent verteidigt. Sonst haben wir uns mehr am Spielgeschehen beteiligt“, erzählt Martin Strötzel. Und sind regelmäßig mit null Punkten bestraft worden. Jetzt endlich hat der DSC Wanne-Eickel mal auch „auswärts einen Punkt gemacht“. Und zwar durch die gefragten Grundtugenden Lauf- und Kampfbereitschaft.

Und jetzt geht es gegen den Mit-Abstiegskandidaten aus Wattenscheid.
Was hätte Martin Strötzel dort lieber – Kampfkraft oder Spielkultur? „Am liebsten eine Mischung aus beidem“, sagt er schmunzelnd. Er weiß auch, dass es ein ganz anderes Spiel wird als noch vor Wochenfrist in Dortmund. „Wattenscheid wird sich mit Sicherheit tiefer hinten reinstellen.“ Und auf Standardsituationen lauern. „Denn da haben sie ihre Stärken.“

Auf den ersten Blick hat der DSC fünf Punkte Vorsprung vor den Schwarz-Weißen. Eine ganze Menge. Doch deren Partie am vergangenen Sonntag gegen den Hombrucher SV fiel aufgrund der Platzverhältnisse aus. Ein Sieg vorausgesetzt, lägen die Wattenscheider nur noch zwei Punkte hinter dem DSC Wanne-Eickel und könnten diesem bei einem Erfolg ganz schön nah an den Pelz rücken.

Doch darüber macht sich Martin Strötzel keine Gedanken. Für ihn zählen in diesem Heimspiel nur drei Punkte. „Dann ist es egal, wie das Nachholspiel ausgeht.“

Zusammen für den DSC – Gemeinsam für Wanne-Eickel!
Quelle: derwesten.de / Rupert Joemann
Foto: Oliver Mengedoht