DSC Wanne-Eickel verschenkt Sieg gegen Brünninghausen

Tugrul Aydin (li.) wird von Andreas Kluy zu Fall gebracht, Aydin verwandelt den Strafstoß zum zwischenzeitlichen 1:2 sicher.

DSC Wanne-Eickel - FC Brünninghausen 3:4  (2:2)


Der DSC Wanne-Eickel dreht gegen den FC Brünninghausen einen 0:2-Rückstand und geht am Ende doch als Verlierer vom Platz. Während einige DSC-Anhänger mit Schiedsrichter Jonas Seeland den Schuldigen gefunden haben, geht Trainer Martin Stroetzel mit seiner Mannschaft hart ins Gericht.

Einige treue DSC-Fans werden nach dem Schlusspfiff ganz flott. Sie möchten es nicht verpassen, Schiedsrichter Jonas Seeland noch ein paar Worte mit in die Kabine zu geben. Nicht die nettesten. Dabei haben der Unparteiische aus Ennepetal und seine beiden Assistenten ihre Arbeit gut gemacht. Auf jeden Fall deutlich besser als die Defensive des DSC Wanne-Eickel. Das 3:4 gegen den FC Brünninghausen schmerzt. So bitter kann Abstiegskampf sein.

Trainer Martin Stroetzel bleibt nach dem Abpfiff lieber noch ein paar Minuten auf seiner Bank sitzen. Auf dem Weg in die Kabine lässt er dann ordentlich Dampf ab. Seine scharfe Kritik richtet sich zurecht an die eigene Mannschaft: „Wir sind nicht in der Lage, 90 Minuten konzentriert Fußball zu spielen. In der Anfangsphase haben wir das sogar ohne Körperkontakt versucht. Das ist eine Frechheit. Das ist Blödheit.“ 

In der Tat findet seine Mannschaft überhaupt nicht ins Spiel, der Gast aus Dortmund führt nach 19 Minuten hochverdient mit 2:0. Erst ist es Florian Gondrum, der unbedrängt einschießen kann, dann lässt Paul Polok die DSC-Abwehr und Torwart Pascal Kurz alt aussehen. Erst jetzt nehmen die Gelb-Schwarzen die Zweikämpfe an, spielen mutig nach vorne und finden über den Kampf ins Spiel.

Doppelpack von Tugrul Aydin

Vor allem Tugrul Aydin läuft zur Höchstform auf und macht auf der rechten Seite einen Brünninghauser Verteidiger nach dem anderen frisch. Nach 25 Minuten wird der Mittelfeldspieler im Strafraum von Andreas Kluy gelegt, Aydin verwandelt den Foulelfmeter sicher. Mannschaftskapitän Mathias Tomaschewski klatscht nach 35 Minuten in die Hände und ruft: „Noch zehn Minuten, Gas geben!“ Seine Mitspieler hören aufs Wort, haben jetzt ihre stärkste Phase, Brünninghausen steht unter Dauerdruck. Erst scheitert Samed Basol nach einem klasse Angriff über Aydin und Semih Esen. Dann lässt es Aydin krachen. Nach klugem Pass in die Schnittstelle von Julian Stöhr knallt Aydin den Ball ins lange Eck - ein tolles Tor zum Ausgleich. 

Und auch nach dem Seitenwechsel hat der DSC Wanne-Eickel mehr vom Spiel. Mathias Tomaschewski und Julian Stöhr gewinnen wichtige Zweikämpfe im Mittelfeld, die beiden Stürmer Denis Omerbegovic und Nassirou Ouro-Akpo sind jetzt besser im Spiel. Allerdings misslingt der letzte Pass in die Schnittstelle der Brünninghauser Defensive zu oft, es mangelt irgendwie an Kreativität. Egal, denkt sich Mathias Tomaschewski und knallt den Ball in der 54. Minute trocken mit dem Vollspann ins Netz. Dann eben so. FC-Keeper Muhammed Acil macht beim Gegentor nicht die beste Figur. 

Der DSC drängt auf das 4:2, doch Ouro-Akpo und Tugrul Aydin vergeben. Doch auch Brünninghausen ist jetzt wieder besser im Spiel, Pascal Kurz rettet nach 70 Minuten mit einem Reflex vor Paul Polok. 

Höchststrafe in der Nachspielzeit

Sechs Minuten später steht es 3:3. Samed Sazoglu vertändelt den Ball, Dominik Behrend spielt per Hacke auf Florian Gondrum, der aus zehn Metern trifft. Zwei Minuten vor dem Abpfiff hat Tugrul Aydin den Siegtreffer auf dem Fuß. Er macht es direkt, hätte besser quer gespielt. Die Höchststrafe folgt: Wieder ist die Viererkette offen, wieder ist der FCB zur Stelle. Den Schuss von Alexander Enke kann Pascal Kurz noch entschärfen, beim Kopfball von Behrend ist er chancenlos. 

DSC: Kurz - Basol, Nolte, Sazoglu, Rathmann - Stöhr, Tomaschewski - Esen, Aydin - Omerbegovic (87. Cetinkaya), Ouro-Akpo (65. Yaylacik.). 

Tore: 0:1 (7.), 0:2 (19.), 1:2 Aydin (25./Foulelfmeter), 2:2 Aydin (41.), 3:2 Tomaschewski (54.) 3:3 (76.), 3:4 (90.). 

Schiedsrichter: Jonas Seeland (Ennepetal).

Zuschauer: 300.



Zusammen für den DSC – Gemeinsam für Wanne-Eickel!

Quelle: derwesten.de / Christoph Winkel
Foto: Klaus Pollkläsener