Die Stürmer gehen aus


Neues Jahr, alte Sorgen beim DSC Wanne-Eickel: Trainer Martin Stroetzel fehlen die Angreifer.

Turgul Aydin, der den Job im Sturmzentrum in der Vorbereitung überzeugend erledigt hatte, leidet immer noch an seinem Pferdekuss, den er sich beim Aufwärmen vor einer Woche in Frohlinde zugezogen hatte. Stroetzel hatte ihn eigentlich fest eingeplant für den Rückrundenauftakt am morgigen Sonntag (15 Uhr) bei Mengede 08/20, jetzt sorgt er sich: „Ohne Aydin habe ich ein großes Problem.“
Ersatz wäre möglicherweise Flügelspieler Harun Celebi. Auch Neuzugang Denis Omerbegovic käme in Frage. Dessen Vorteil: Er ist gelernter Stürmer. Der Nachteil: Er verletzte sich noch im Trikot von Westfalia Herne am ersten Oberliga-Spieltag schwer, konnte auch die Vorbereitung mit dem DSC nicht mitmachen. Stroetzel: „Er hat jetzt zuletzt in Frohlinde gespielt. Auch wenn er noch nicht bei hundert Prozent ist, hat er schon seine Fähigkeiten aufblitzen lassen.“ Celebi und Omerbegovic sind auf jeden Fall aber nur Plan B und C – wenn Aydin fit ist, ist er gesetzt.
Beim 1:2 im Hinspiel erzielte er das DSC-Tor. In Mengede träfe Aydin auf die derzeit drittbeste Abwehr der Liga: Der Tabellensechste aus dem Dortmunder Nordwesten hat in 17 Spielen lediglich 23 Tore kassiert – andererseits aber auch erst 27 geschossen, das sind drei weniger als der DSC. Dass diese Zahl auch am Sonntagabend noch Bestand hat, wird sich die DSC-Abwehrreihe zum Ziel setzen. Deren Besetzung ist ziemlich sicher: Samed Basol und Seyan Cetinkaya außen, Moussa Ouattara und Marius Nolte innen – viel mehr Optionen hat Stroetzel nicht. Tim Franken fällt noch längere Zeit aus, Marcel Szponik traf zwar im Pokalspiel, aufgrund von Nacht- und Spätdienst fehlen dem Neuzugang aber einige Trainingseinheiten.
Wer dahinter steht, lässt Martin Stroetzel offen: Marcel Johns oder Pascal Kurz, der Trainer ist sich noch nicht sicher, wer die neue Nummer eins beim DSC ist. Für Johns könnte sprechen, dass er im Kreispokal in der Startformation stand. Gegen ihn, dass er dort vier Tore kassierte, alle nach Standards. Stroetzel hatte daraufhin angekündigt, das Abwehrverhalten bei Ecken und Freistößen noch einmal extra anzusprechen. Gegen Mengede wird sich zeigen, was das Team gelernt hat.
 

Zusammen für den DSC – Gemeinsam für Wanne-Eickel!

Quelle: derwesten.de / Philipp Ziser