DSC Wanne-Eickel hat noch keine Nummer eins


Marcel Johns will den Stammplatz im Tor – aber auch Pascal Kurz ist wieder fit.

Eine wackelige Abwehr und Personalnot im Sturm, dazu Verletzungsprobleme auf der Torwartposition. In der Hinrunde hatte Martin Stroetzel, Trainer des Fußball-Verbandsligisten DSC Wanne-Eickel, des Öfteren Probleme, eine schlagkräftige erste Elf zu finden. Durch umfassende personelle Korrekturen wollte die sportliche Leitung diese Probleme beheben, was aber nur teilweise gelang.

 

Besonders das Angriffszentrum bereitet Sorgen. Die als Ersatz für den verletzten Sven Jubt und den gewechselten Tim Hellwig geholten Nassouri Ouro-Akpo und Denis Omerbegovic sind beide nicht in Topform. Ouro-Akpo verletzte sich vor einem Monat im Test gegen Sinsen an der Hand und fällt nach Angaben von Stroetzel noch drei bis vier Wochen aus. Omerbegovic kam verletzt von Westfalia, ist erst auf dem Weg zu alter Stärke.

Rathmann ist ein Top-Transfer
Zu allem Überfluss verletzte sich am Samstag auch noch Turgul Aydin, der in der Vorbereitung meist im Angriff gespielt hatte.

Aydin ist zusammen mit Semih Esen der Eckpfeiler von Stroetzels Offensivkonzept: „Die beiden sind sehr gute Fußballspieler, stark am Ball und torgefährlich. Sie geben über 90 Minuten Vollgas in der Vorwärts- und Rückwärtsbewegung und können eine Mannschaft mitreißen.“ Esen allerdings hat sich beruflich verändert und steht derzeit nicht immer zur Verfügung, Aydin ist angeschlagen. Das Ergebnis war am Samstag in Frohlinde zu begutachten: „Wenn beide nicht dabei sind, haben wir ein Problem.“ Durch den Ausfall der beiden habe man im Offensivspiel große Schwierigkeiten gehabt.

Diese Problematik sieht Stroetzel symptomatisch für seine bisherige Zeit beim DSC an: „Ich hatte bisher noch nie die komplette Mannschaft über fünf oder sechs Wochen beisammen. Auch in der Vorbereitung fehlten immer wieder Leute verletzt oder aus persönlichen und beruflichen Gründen. So kann sich die Mannschaft natürlich einspielen.“

Fest in die Mannschaft gespielt hat sich Neuzugang Marvin Rathmann. Der Ex-Wattenscheider hatte zwar in der Regionalliga meist auf der rechten Seite gespielt, Stroetzel hat mit ihm aber andere Pläne: „Ich finde ihn auf der Sechs noch stärker. Er bringt Einsatzbereitschaft und Laufstärke mit, aber auch am Ball ist er kein Schlechter. Das ist eine Top-Verpflichtung.“

Ein Luxusproblem hat Stroetzel sogar im Tor: Mit dem inzwischen verletzungsfreien Pascal Kurz und Neuzugang Marcel Johns, der zuletzt in Frohlinde im Tor stand, hat Stroetzel zwei Keeper zur Verfügung – auf eine Nummer eins will er sich nicht festlegen.

In der Abwehrzentrale muss er das auch nicht – die stellt sich quasi von selbst auf. Tim Franken ist immer noch nicht wieder im Training, Leo Bazylin und Tino Westphal sind abgegangen, Neuzugang Marcel Szponik konnte aufgrund von Schichtdienst nicht regelmäßig trainieren. So sind Moussa Outtara und Marius Nolte in der Innenverteidigung gesetzt.

All diese Probleme schleppt Stroetzel mit in die noch zu absolvierenden 13 Spiele in der Verbandsliga. Bisher stehen aus 17 Spielen erst 20 Punkte zu Buche. „Dürftig“ findet Stroetzel das. „Wir wollen uns auf jeden Fall verbessern. Wir haben Luft nach oben. Natürlich nicht nach ganz oben, aber zumindest ins sichere Mittelfeld.“ Gleichzeitig müsse man aber auch ein Augenmerk auf die Abstiegsplätze haben. Um noch in den Abstiegskampf reinzurutschen, müsste der DSC allerdings eine schwarze Serie erwischen. Bei einem absolvierten Spiel mehr hat Stroetzels Team zwölf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge.

 

Zusammen für den DSC – Gemeinsam für Wanne-Eickel!

Quelle: derwesten.de / Philipp Ziser