Viel Bewegung im DSC-Kader



Der DSC Wanne-Eickel steht in der Winterpause der Verbandsliga schlecht da: Platz 13, neun von 17 Spielen verloren. Trainer Martin Stroetzel diagnostizierte immer wieder Einstellungs- und Mentalitätsprobleme. Deshalb ist der DSC auf dem Transfermarkt sehr aktiv.

 

Das Tor
Die etatmäßige Nummer eins, David Scholka, ist verletzt, es ist unklar, ob und wann er wieder Fußball spielen wird. Auch die Nummer zwei, Pascal Kurz, laboriert noch einer alten Knieverletzung. Trainer Martin Stroetzel fordert: „Er muss hundertprozentig fit sein und darf auch vom Kopf her keine Belastung mehr haben. Auf dieser Position dürfen wir kein Risiko eingehen.“ Der sportliche Leiter Jörg Kowalski ist entspannter: „Wir betrachten Pascals Entwicklung mit einem kritischen Auge, sind aber nicht nervös.“ Falls er doch ausfallen sollte, würde eben A-Jugend-Torwart Manuel Cleves, nominell Keeper Nummer drei, seine Chance bekommen.

Die Abwehr
Gleich zwei Innenverteidiger verlassen den DSC: Sowohl Leonid Bazylin als auch Tino Westphal spielen in der Rückrunde keine Rolle mehr. Kowalski: „Leo Bazylin wird aus privaten Gründen nicht mehr spielen, er hatte den Kopf zuletzt nicht frei. Wir haben ihm daraufhin angeboten, in der Reserve zu spielen, vielleicht ist er ab Sommer wieder ein Thema.“ Bei Tino Westphal dagegen habe die „positive Eigendynamik“ gefehlt: „Über seine fußballerischen Fähigkeiten brauchen wir nicht sprechen, doch eine fruchtbare Zusammenarbeit war nicht mehr möglich, deshalb haben wir den Vertrag aufgelöst.“ Als Ersatz ist endlich der ehemalige Zweitligaprofi Moussa Outtara spielberechtigt, außerdem kommt Marcel Szponik vom Dortmunder Landesligisten TuS Eving-Lindenhorst.

Das Mittelfeld
Das Mittelfeld ist die einzige Position, wo wenig Handlungsbedarf herrscht. Semih Esen, Turgul Aydin und Harun Celebi waren die Lichtblicke der Hinserie. Wenn Kapitän Matias Tomaschewski seine Topform wiederfindet, ist der DSC gut aufgestellt. Nicht mehr für den Wanne-Eickel spielen wird Enes Kaya, der Ältere. Schon im Sommer liebäugelte er mit einem Wechsel in die Türkei, der aber platze, seitdem war er unzufrieden. „Er ist auf uns zugekommen, hat um Vertragsauflösung gebeten. Wir hätten gerne mit ihm weitergearbeitet“, so Jörg Kowalski. Neu dagegen ist Marvin Rathmann, der vom Regionalligisten SG Wattenscheid nach Wanne-Eickel kommt. „Damit haben wir einen vielseitigen Spieler gewonnen. Trotz dem Abgang von Kaya verliert die Mannschaft nicht an Qualität“, sagt Kowalski über den Transfer.

Der Angriff
Nachdem mit Sven Jubt im Jahr 2014 verletzungsbedingt nicht zu rechnen ist und Tim Hellwig zum SV Zweckel wechselt, herrscht akuter Handlungsbedarf. Ein neuer Stürmer reicht nicht aus.

Jörg Kowalski formuliert ein, Anforderungsprofil: „Wir würden sehr gerne mit jungen Spielern arbeiten und suchen natürlich jemanden, der sofort das Leistungsniveau der Westfalenliga erfüllt.“ Das gestalte sich aber schwierig: „Alle Vereine suchen immer Stürmer. Und Topstürmer in der Bezirks- oder Landesliga sind in der Winterpause nur sehr schwierig von den Vereinen wegzulocken, wo sie zufrieden sind und Erfolg haben.“ Wenn ein entsprechender Stürmer auf den Markt komme, werde man aber natürlich zuschlagen.

Tatsächlich hat der DSC auch schon Gespräche mit zwei Stürmern geführt. Offiziell verkünden könne man aber noch nichts, bittet Kowalski um Geduld. Man habe ja noch bis Ende Januar Zeit. Martin Stroetzel geht davon aus, dass es schneller geht: „Ich hoffe, dass wir das bis Mitte nächster Woche unter Dach und Fach kriegen.“

Zusammen für den DSC – Gemeinsam für Wanne-Eickel!

Quelle: derwesten.de / Philipp Ziser
Foto: Michael Korte