Aufs Schuhwerk kommt es an


Torgefahr erhofft sich DSC-Trainer Martin Stroetzel auch in Hombruch von Kenan Doric (l.).

Mit drei Siegen aus vier Spielen hat sich der DSC Wanne-Eickel zuletzt in eine hervorragende Ausgangsposition gebracht, beim Hombrucher SV kann sich das Team von Martin Strotzel fürs Erste aller Abstiegssorgen entledigen. „Mit einem Sieg wäre das Thema bis Weihnachten möglicherweise erst mal gegessen, das hängt auch von den anderen Ergebnissen ab.“ Zurzeit schaue er aber eher nach unten als nach oben.

 

Dort sieht er den Hombrucher SV, zwei Plätze und sechs Punkte hinter dem DSC. Das mache das Spiel noch bedeutsamer, so Stroetzel: „Natürlich weiß auch der Gegner, worum es geht. Wenn wir verlieren, ist Hombruch wieder an uns dran.“

Problematischer Kunstrasen

Beim HSV hat Stroetzel vor allem vor einem Respekt: dem Geläuf. Kunstrasen sei eigentlich gut, darauf könne sein Team Fußball spielen. Aber: „In Hombruch ist der Kunstrasen anders, das ist eine Filzdecke, die vor dem Spiel auch noch feucht gemacht wird. Dadurch wird der Ball extrem schnell, da müssen wir uns drauf einstellen.“ Er hoffe, dass alle Spieler die richtigen Schuhe für den Belag auswählen, befürchtet Stroetzel eine Rutschpartie.

Diesen Vorteil werde der Gegner versuchen zu nutzen: Zuletzt gegen Langenscheid führte der HSV zur Halbzeit 3:0, brach dann aber am Ende ein. Stroetzel rechnet mit einer ähnlichen Taktik: „Hombruch spielt Angriffspressing, läuft den Gegner früh an, versucht Fehler zu erzwingen und zügig zum Abschluss zu kommen.“

Darauf müsse man mit sauberem, präzisen Passspiel reagieren: „Wir dürfen nicht anfangen, den Ball durch die Gegend zu pöhlen, sondern wollen unser Spiel durchziehen. Es kommt darauf an, wie schnell wir uns aus dieser Umklammerung befreien.“ Wenn die erste Hombrucher Pressingreihe überspielt sei, komme der DSC sicher zu Torchancen, ist sich Stroetzel sicher.

Bei dieser Mission muss er allerdings weiter auf den gesperrten Enes Kaya I verzichten, Enes Kaya II und Tim Franken sind angeschlagen. Wieder einsatzbereit ist Angreifer Sven Jubt, so dass Stroetzel am Sonntag mit 15 oder 16 Spielern im Kader rechnet. Dass er die gleiche Aufstellung wie beim 5:0 gegen den SC Hassel aufbietet, ist laut Stroetzel unwahrscheinlich: „Wir haben unter der Woche gut und intensiv trainiert, bevor ich über die Aufstellung entscheide, will ich erst das Abschlusstraining abwarten.“

Quelle: derwesten.de / Philipp Ziser 
Foto: Michael Korte

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