Stroetzel erwartet kampfbetonte Partie gegen robuste Kaaner


Wenn Kampfkraft gefragt ist, ist Samed Sazoglu (l.) immer eine Option.

Im Hintergrund schnattern die Gänse auf seinem Schermbecker Bauernhof. Ähnlich schnell, wenn auch weniger aufgeregt redet Hobby-Landwirt Martin Stroetzel über seine zweite Leidenschaft, den Fußball. „Es wäre schön, wenn wir das, was wir uns mühsam aufgebaut haben, jetzt nicht gleich wieder umwerfen würden“, hofft der Trainer auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends, der dem Westfalenligisten DSC Wanne-Eickel zuletzt ein 1:1 gegen Tabellenführer Marl-Hüls und einen 4:2-Sieg beim Aufstiegsaspiranten FC Brünninghausen beschert hat. Knüpft der DSC an diese Leistungen an, sollte er gegen den Tabellenvierten 1. FC Kaan-Marienborn (So., 15 Uhr) die Punkte in der Mondpalastarena behalten können.

 

Leicht wird das aber ganz gewiss nicht, wie Stroetzel warnt. „Kaan spielt einen sehr robusten, körperbetonten Fußball“, weiß der DSC-Coach aus dem letzten Jahr, als der Wanner 4:0-Sieg lange auf der Kippe stand. Insofern passt auch Rene Lewejohann gut ins FC-Team, der vom Ortsnachbarn Sportfreunde Siegen zu den Kaanern wechselte. Der frühere Schalker, der auch zwei Gastspiele beim SC Westfalia Herne gab, arbeitet im Sturmzentrum viel mit seinem kantigen Körper. „Wenn man gegen Lewejohann halbherzig spielt, ist man schon im Hintertreffen“, so Stroetzel. „Aber das gilt auch für andere Kaaner.“

Ein passender Antipode für Lewejohann wäre Moussa Ouattara, aber der ist noch nicht spielberechtigt. So wird Tim Franken mit Tino Westphal die Innenverteidigung bilden. „Als Tino zur Halbzeit rein kam, war das in Brünninghausen der Schlüssel zum Sieg“, hat Stroetzel erleichtert den Formanstieg seines vielleicht besten Fußballers registriert. Auch ihm wird er einschärfen, erneut so resolut zur Sache zu gehen. „Fußball ist zwar ein schönes Spiel, aber ohne Aggressivität gewinnt man keine Zweikämpfe und ohne Zweikämpfe keine Spiele“, so Stroetzel. In der Offensive sieht er keine Probleme, seit Sven Jubt und Kenan Doric wieder dabei sind. „Das entlastet auch unsere Außen.“ Stimmt, schnattern die Gänse.

Quelle: derwesten.de / Wolfgang Vollmer 
Foto: Michael Korte

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