Eine kleine Anzahl Unbelehrbarer sorgt leider für großen Ärger!

Rein sportlich gesehen war es gestern ein wunderschöner Tag für unseren DSC.
Schade, dass die guten sportlichen Leistungen erneut und wiederholt durch das Verhalten einiger scheinbar Unbelehrbarer, sowohl während als auch nach dem Spiel, in den Schatten gestellt wurden.

Um es vorweg zu nehmen und ganz klar auf den Punkt zu bringen: Die große Mehrheit unserer Zuschauer verhält sich absolut einwandfrei und tadellos und besteht aus  Fans, wie sie sich ein Verein nur wünschen kann.
Eine kleine Minderheit, wobei einer schon mehr als genug ist, fällt leider immer wieder durch lautstarke fremdenfeindliche, sexistische, gewaltverherrlichende und rechtsradikale Äußerungen auf. Solche Zuschauer sind kein individuelles Problem des DSC Wanne Eickel.
Mit sogenannten „Problemfans“ muss sich jeder Fußballverein auseinandersetzen. Unser Anliegen und Wunsch war es, wirklich jeden Zuschauer in die Gemeinschaft unserer Mondpalastarena zu integrieren. Es entsprach nicht unserer Philosophie Stadionverbote auszusprechen.

Wir wollten den Dialog suchen und ein gangbares Miteinander finden. Auch aus diesem Grund haben wir letztes Jahr mit Michael Budau einen Fanbeauftragten installiert. Michael Budau hat seit seinem Dienstantritt sehr gute Arbeit geleistet, etliches bewegt und vieles in unserem Sinne erreicht. Wer aus der Sozialpädagogik bzw. Sozialarbeit kommt, weiß, dass man leider nicht jeden erreichen kann. Wir müssen erkennen, dass ein paar wenige  ewig Unbelehrbare unsere Heimspiele besuchen und durch ihr Verhalten dafür sorgen, dass  sowohl die Mehrheit unserer Besucher als auch die Trainer und Spieler unserer Gastmannschaften, sich in unserer Mondpalastarena alles andere als wohl fühlen. Aus diesem Grunde sehen wir uns dazu gezwungen, dass bisherige Tabuthema Stadionverbot im Einzelfall als letzte mögliche Alternative anzuwenden. Es gibt „Fans“, die haben diesen Namen nicht verdient. Zumindest nicht im Zusammenhang mit unserem DSC Wanne-Eickel.
Wir stehen absolut für Integration und distanzieren uns eindeutig von jeglicher Form von Sexismus, Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und rechtsradikalem Denken.


Wir, als Gesamtvorstand des DSC Wanne Eickel, möchten uns hiermit in aller Form bei den Spielern, Trainern, Verantwortlichen und allen Zuschauern entschuldigen, welche gestern bei unserem Heimspiel beleidigt und belästigt worden sind.

Wir werden weiterhin daran arbeiten möglichst alle Zuschauer in die Gemeinschaft unserer Mondpalastarena einzubinden. Wir wissen aber leider auch, dass wir bei dieser vielschichtigen und tiefgründigen Problematik immer wieder mit Rückschlägen rechnen müssen. Auch wenn wir zukünftig dazu gezwungen sein werden Stadionverbote auszusprechen, wissen wir doch auch, dass dies kein Allheilmittel ist.
Abschließend möchten wir noch Stellung beziehen zum gestrigen Verhalten unseres Spielers Hassan El Hamad: Die Stimmung bei der gestrigen Begegnung war durch die sportliche Brisanz besonders aufgeheizt. Hassan El Hamad wurde, nach Angaben mehrerer Zeugen, während des Spiels von den Gästefans mehrfach provoziert. Das rechtfertigt in keinster Weise seine unbedachten und provokanten Handlungen nach Spielende und wird von uns auch überhaupt nicht gutgeheißen.
Wir möchten aber klarstellen, dass Hassan El Hamad, ebenfalls durch Zeugenaussagen bestätigt, sich nicht entblößt und somit auch kein exhibitionistisches Verhalten gezeigt hat. Er hat sich nach dem Spiel bei Gästetrainer Helge Martin für sein Fehlverhalten in aller Form entschuldigt. Von Seiten der sportlichen Leitung und des Vorstands werden noch zeitnah Gespräche mit Hassan El Hamad folgen bei denen dann über die weitere Vorgehensweise entschieden wird. Wir können uns an dieser Stelle nur nochmals ausdrücklich für das gestrige Verhalten von Hassan El Hamad entschuldigen.

Für den Gesamtvorstand und die sportliche Leitung des DSC Wanne-Eickel e.V.
MJ